"Bunt statt braun": Großdemo gegen AfD-Kinderschutz-Tagung in Hannover
Janos Pieper"Bunt statt braun": Großdemo gegen AfD-Kinderschutz-Tagung in Hannover
Am Samstag findet vor dem Landtag von Niedersachsen eine Demonstration statt. Organisiert wird sie vom Bündnis „Bunt statt braun“, das sich gegen eine vom AfD-Landesverband ausgerichtete Fachtagung zum Kinderschutz wendet.
Das Bündnis, angeführt von der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers und der Partei Die Linke, hat den Slogan „Unser Regenbogen bleibt bunt“ gewählt. Unterstützt wird es unter anderem von „Omas gegen Rechts“, den Gewerkschaften Verdi und GEW, der katholischen Kirche, der SPD sowie den Grünen. Die Initiatoren werfen der AfD vor, den Kinderschutz „instrumentalisieren“ zu wollen, und stufen die Partei als „gesichert rechtsextrem“ ein.
Die Tagung, organisiert von Vanessa Behrendt, familienpolitische Sprecherin der AfD-Fraktion, behandelt Themen wie „Gender-Ideologie, Verharmlosung von Pädophilie, Gewalt- und Missbrauchserfahrungen sowie die frühkindliche Sexualisierung“. Als Rednerinnen sind die EU-Abgeordnete Christine Anderson und Beatrix von Storch, stellvertretende Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion, angekündigt. Uwe Kranz, ehemaliger Präsident des Landeskriminalamts Thüringen, wird über sexualisierte Gewalt gegen Kinder sprechen.
Die Kundgebung fällt mit dem zweiten Tag der AfD-Veranstaltung zusammen. Während die Tagung und die Demonstration gegensätzliche Positionen zu Kinderschutz und gesellschaftspolitischen Fragen verdeutlichen, will das Bündnis mit seiner Protestaktion öffentlich Stellung beziehen.






