Bundesregierung führt 2025 Zuckersteuer ein – und erhöht Abgaben auf Plastik und Alkohol
Margret auch SchlauchinBundesregierung führt 2025 Zuckersteuer ein – und erhöht Abgaben auf Plastik und Alkohol
Die deutsche Bundesregierung plant für nächstes Jahr die Einführung einer Zuckerabgabe als Teil einer umfassenden Strategie zur Verringerung des Haushaltsdefizits. Parallel dazu sind neue Steuern auf Plastik, Tabak und Alkohol sowie Kürzungen bei staatlichen Subventionen vorgesehen. Mit diesen Maßnahmen hofft die Regierung, rund 20 Milliarden Euro einzusparen und die öffentlichen Finanzen zu entlasten.
Ein Beratergremium von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken hat eine gestaffelte Steuer auf zuckerhaltige Getränke vorgeschlagen. Diese Empfehlung ist eine von 66 Maßnahmen, die die Belastung der gesetzlichen Krankenkassen verringern sollen. Das Konzept orientiert sich an einer britischen Abgabe, die 2018 eingeführt wurde und allein im vergangenen Jahr 377 Millionen Euro einbrachte.
Die regierende Koalition aus SPD und CDU unterstützt mittlerweile die Zuckersteuer – obwohl die CDU diese noch auf ihrem Parteitag im Februar abgelehnt hatte. Finanzminister Lars Klingbeil bestätigte, dass die Regierung zudem höhere Steuern auf Alkohol, Tabak und Einwegplastik plant. Kürzungen bei staatlichen Finanzhilfen und Subventionen sollen das Paket ergänzen.
Durch die Bemühungen, die Haushaltslücke zu schließen, konnte das voraussichtliche Defizit für 2027 bereits mehr als halbiert und auf unter 30 Milliarden Euro gesenkt werden. Für 2028 gestehen Beamte jedoch ein, dass die Finanzlücke noch nicht behoben ist.
Die Zuckerabgabe und die anderen Steuererhöhungen sollen ab kommendem Jahr in Kraft treten. Zusammen mit Ausgabenkürzungen zielen sie darauf ab, 20 Milliarden Euro einzusparen und die öffentlichen Finanzen zu stabilisieren. Die Pläne der Regierung folgen damit ähnlichen Modellen wie in Großbritannien, wo eine Zuckersteuer jährlich Hundertmillionen an Einnahmen generiert.






