Bundespolitiker erhalten 2025 erstmals seit 2021 mehr Gehalt – doch die Inflation frisst den Zuwachs
Janos PieperBundespolitiker erhalten 2025 erstmals seit 2021 mehr Gehalt – doch die Inflation frisst den Zuwachs
Bundespolitiker in Deutschland erhalten 2025 eine Gehaltserhöhung von einem Prozent. Dies ist die erste Anpassung der Bezüge nach drei Jahren eingefrorener Gehälter für Regierungsmitglieder und den Bundespräsidenten. Die Erhöhung folgt einem Vorschlag, den die Koalitionsparteien vergangene Woche im Nationalrat eingebracht hatten.
Von der Gehaltsanpassung betroffen sind zahlreiche Ämter, darunter der Bundespräsident, der Bundeskanzler, der Vizekanzler sowie alle Kabinettsmitglieder. Auch Abgeordnete des Nationalrats, des Bundesrats, der Präsident des Rechnungshofs und die Mitglieder der Volksanwaltschaft erhalten höhere Bezüge.
Normalerweise werden die Gehälter der Politiker jährlich in einem gestuften System angepasst. Wiederholte Einfrierungen und unter der Inflationsrate liegende Erhöhungen haben jedoch seit 1997 den realen Wert dieser Bezüge verringert. Im Koalitionsvertrag sind zudem Pläne für eine Reform der künftigen Entlohnung von Politikern festgehalten.
Trotz der Erhöhung gleicht die Anpassung die Inflation nicht vollständig aus. Die Regierung bezeichnet sie als Schritt zur Haushaltskonsolidierung. Zudem bleiben die Mittel für Parteien, Parlamentsklubs und Akademien in den nächsten zwei Jahren unverändert.
Die Erhöhung um ein Prozent tritt 2025 in Kraft und stellt die erste Gehaltsanpassung für Bundespolitiker seit 2021 dar. Die Entscheidung spiegelt die anhaltenden Bemühungen wider, Haushaltszwänge mit einer angemessenen Vergütung für Amtsträger in Einklang zu bringen.






