Bremerhaven investiert 56 Millionen Euro in den Ausbau des Güterbahnhofs Speckenbüttel
Maximilian SchönlandBremerhaven investiert 56 Millionen Euro in den Ausbau des Güterbahnhofs Speckenbüttel
Bahnhof Speckenbüttel in Bremerhaven wird massiv ausgebaut und digital aufgerüstet
Der Güterbahnhof Speckenbüttel in Bremerhaven durchläuft derzeit eine umfassende Erweiterung und digitale Modernisierung. Das rund 56 Millionen Euro teure Projekt soll die Kapazitäten erhöhen und die Abstimmung zwischen Schienen- und Hafenlogistik verbessern. Die Arbeiten sollen bis Anfang 2028 abgeschlossen sein.
Der Bahnhof Speckenbüttel ist ein zentraler Knotenpunkt für Bremerhavens Häfen: Er bewältigt mehr als die Hälfte des gesamten Container-Hinterlandverkehrs und rund 80 Prozent der RoRo-Fracht (Roll-on/Roll-off), darunter Autos, Landwirtschaftsmaschinen und militärische Fahrzeuge. Mit 16 bestehenden Gleisanschlüssen stößt die Anlage jedoch an ihre Kapazitätsgrenzen.
Um den wachsenden Anforderungen gerecht zu werden, entstehen sieben zusätzliche Gleisanschlüsse neben den bestehenden. Die Erweiterung erfolgt ohne Unterbrechung des täglichen Betriebs. Zudem wird ein neues elektronisches Stellwerk installiert, das die Zugabfertigung modernisiert und die Effizienz steigert.
Die Aufrüstung zielt darauf ab, die Koordination zwischen Schienen- und Hafenlogistik zu vereinfachen. Durch die Digitalisierung zentraler Systeme soll der Bahnhof künftig die steigenden Frachtvolumina besser bewältigen können.
Das 56-Millionen-Euro-Projekt festigt Speckenbüttels Rolle als wichtiger Güterverkehrsknoten. Nach der Fertigstellung Anfang 2028 wird der ausgebauten Bahnhof reibungslosere Warenströme ermöglichen und Engpässe verringern. Die Modernisierung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Nachfrage nach schienenbasierter Hafenlogistik weiter steigt.






