Braunschweig will Emsviertel mit Millioneninvestitionen neu beleben
Braunschweig treibt Pläne zur Belebung des Emsviertels voran
Die Stadt strebt an, im Rahmen des Bundesprogramms „Sozialer Zusammenhalt“ Fördergelder zu akquirieren, um langjährige städtebauliche Missstände im Viertel zu beheben. Die endgültige Entscheidung über den Antrag liegt beim Stadtrat, der am 1. Juni darüber abstimmen wird.
Die Stadtverwaltung hat ein ausführliches, 200-seitiges Integriertes Entwicklungskonzept für das Emsviertel erarbeitet. Darin werden unter anderem die übermäßige Zahl an Parkplätzen entlang der Emsstraße – ein Problem seit 2007 – sowie Parkplatzmangel in anderen Gebieten wie dem Östlichen Ringgebiet thematisiert. Auch in Teilen der Innenstadt sei das Angebot an kostenpflichtigen Parkflächen knapp.
Mehrere Parkhäuser im Viertel sind marode oder werden nicht genutzt. Die Parkpalette, eine mehrstöckige Anlage, ist in schlechtem Zustand, die oberste Ebene wurde aufgegeben. Eine Tiefgarage in der Eiderstraße steht seit Jahren leer, und ein ganzer Parkhauskomplex im Emsviertel ist ungenutzt.
Laut dem Verwaltungsbericht sind dringende Maßnahmen erforderlich, um städtebauliche Defizite und soziale Herausforderungen zu bewältigen. Bei einer Zustimmung würde Braunschweig rund 7,94 Millionen Euro aus eigenen Mitteln in die Umgestaltung investieren.
Damit die Frist für den Förderantrag eingehalten wird, muss der Stadtrat den Plan bis zum 1. Juni billigen. Bei Erfolg würde das Projekt dringend benötigte Investitionen in das Emsviertel bringen. Geplant sind unter anderem Infrastrukturverbesserungen, die Reduzierung ungenutzter Parkflächen und Maßnahmen zur Lösung sozialer Probleme im Viertel.






