Braunschweig plant bis 2040 die klimaneutrale Wärmewende mit Fernwärme und Wärmepumpen
Margret auch SchlauchinBraunschweig plant bis 2040 die klimaneutrale Wärmewende mit Fernwärme und Wärmepumpen
Braunschweig hat einen wichtigen Schritt in Richtung klimaneutrale Wärmeversorgung gemacht: Der Entwurf für die kommunale Wärmeplanung (KWP) wurde verabschiedet. Bis 2040 will die Stadt ihre Wärmeversorgung vollständig dekabonisieren – durch den Ausbau der Fernwärme und individuelle Lösungen wie Wärmepumpen. Ein neu eingerichteter Wärmebeirat soll zudem die sozialen Aspekte der Wende begleiten.
Der Ausschuss für Umwelt und Grünflächen hat kürzlich den KWP genehmigt, der 18 konkrete Maßnahmen für den Umstieg enthält. Dazu gehören eine Informationskampagne zu Wärmepumpen und umfassende Energiesparinitiativen. Der Plan umfasst außerdem Profile für 177 Teilgebiete, in denen festgelegt wird, ob die jeweiligen Zonen an das Fernwärmenetz angeschlossen oder auf lokale erneuerbare Energien setzen sollen.
In ausgewählten Pilotgebieten wird bereits die Machbarkeit von Fernwärmenetzen getestet. Die Ergebnisse dieser Testphasen sollen bis Juni 2028 vorliegen. Parallel dazu wird die Stadt ihre Wärmeplanung in öffentlichen Sitzungen den Bezirksräten vorstellen.
Um eine breite Beteiligung zu gewährleisten, arbeitet Braunschweig eng mit lokalen Unternehmen und Handwerksbetrieben über das Klimaschutz-Netzwerk zusammen. Wärmepumpen gelten als Schlüsseltechnologie – sowohl für die Modernisierung der Wärmenetze als auch für einzelne Gebäude. Die Stadt betont, dass es keine Einheitslösung geben werde: Der Ausbau der Fernwärme wird durch dezentrale Alternativen ergänzt.
Der beschlossene KWP skizziert eine klare Roadmap für die Wärmewende in Braunschweig und setzt auf eine Kombination aus großflächiger Infrastruktur und lokalen Lösungen. Öffentlichkeitsbeteiligung und die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft sind entscheidend für die Umsetzung der Maßnahmen. Das Ziel bleibt unverändert: eine vollständig klimaneutrale Wärmeversorgung innerhalb der nächsten 16 Jahre.






