Brandenburgs neuer Finanzminister plant radikale Sparmaßnahmen bis 2028
Maximilian SchönlandFinanzminister spricht noch nicht über Sparmaßnahmen - Brandenburgs neuer Finanzminister plant radikale Sparmaßnahmen bis 2028
Brandenburgs neuer Finanzminister Daniel Keller hat sein Amt in einer Phase massiver Haushaltsbelastungen angetreten. Die SPD/CDU-Koalitionsregierung bereitet drastische Sparmaßnahmen vor, um drohende Defizite in Milliardenhöhe zu bekämpfen. Ein zentraler Bestandteil des Plans sieht vor, die Personalkosten in der Landesverwaltung bis 2028 spürbar zu senken.
Keller, der zuvor als Brandenburgs Wirtschaftsminister und Fraktionsvorsitzender der SPD tätig war, steht nun vor der Herausforderung, die Finanzen des Landes zu stabilisieren. Sein mathematischer Hintergrund gilt als Vorteil bei der Bewältigung der strengen Haushaltsvorgaben. Derzeit konzentriert er sich darauf, die Ausgaben zu überprüfen und das Wachstum der Staatsausgaben zu begrenzen.
Das Koalitionsabkommen zwischen SPD und CDU sieht eine schrittweise Reduzierung der Personalkosten um fünf Prozent bis 2028 vor – ausgenommen sind dabei jedoch Kernbereiche wie Polizei, Justiz, Bildung und Finanzverwaltung. Zwar wurde noch keine genaue Zahl betroffener Beamter genannt, doch es wird mit dem Abbau Tausender Stellen in der Landesverwaltung gerechnet.
Der Haushalt für die Jahre 2027–2028, der derzeit erarbeitet wird, soll die genauen Modalitäten festlegen. Die Regierung strebt an, die finanzielle Schieflage zu korrigieren, ohne dabei essenzielle öffentliche Dienstleistungen den stärksten Kürzungen auszusetzen.
Die geplanten Einsparungen sollen die Landesausgaben in den kommenden Jahren um fünf Prozent verringern. Da Polizei, Gerichte, Schulen und Finanzämter ausgenommen sind, bleiben diese Bereiche von den Kürzungen verschont. Der finalisierte Haushaltsplan für 2027–2028 wird schließlich zeigen, wie die Reduzierungen umgesetzt werden.






