Berlins Kulturschatz Kino International strahlt nach 18 Monaten Sanierung in neuem Glanz
Janos PieperBerlins Kulturschatz Kino International strahlt nach 18 Monaten Sanierung in neuem Glanz
Kino International: Berlins legendäres DDR-Kino eröffnet nach 18-monatiger Sanierung neu
Das Kino International, ein Wahrzeichen des ostberliner Kulturlebens, hat nach einer umfassenden 18-monatigen Sanierung wieder seine Pforten geöffnet. Der historische Kinopalast, 1961 erbaut und 1963 eröffnet, glänzt nun mit modernen Aufwertungen, ohne seinen ikonischen Charme einzubüßen. Die Bauarbeiten kosteten über 10 Millionen Euro – weitere Investitionen stehen noch an.
Ursprünglich war das Kino für 22 Monate geschlossen worden, um grundlegende Modernisierungen durchzuführen. Dabei verlegten Handwerker mehr als 3,5 Kilometer neue Rohrleitungen und erneuerten die Heizungsanlage, was den Energieverbrauch um 70 Prozent senkt. Zudem wurden eine moderne Klimaanlage sowie hochmoderne Projektionstechnik eingebaut – vergleichbar mit der Ausrüstung des Filmfestivals von Cannes.
Besonderes Augenmerk lag auf der Restaurierung des legendären Perlenvorhangs, der aus 40 Millionen Pailletten besteht. Zwar verringerte sich die Sitzplatzzahl von 551 auf 506, doch der Beinraum wurde vergrößert, um den Komfort zu erhöhen. Das seit 1990 unter Denkmalschutz stehende Gebäude gehört seit 1992 zur Yorck-Gruppe.
Der Spielbetrieb startet am 26. Februar mit dem Film "Marty Supreme", bevor am 3. März die offizielle Wiedereröffnung gefeiert wird. Als wichtigstes Premierenkino der DDR ab 1963 war das Kino International Schauplatz unzähliger DEFA-Filmveranstaltungen – konkrete Titel sind jedoch kaum dokumentiert.
Das sanierte Kino verbindet nun historischen Glanz mit moderner Effizienz. Weitere Arbeiten an Nebenräumen folgen, wobei die Kosten über 5 Millionen Euro betragen werden. Die Rückkehr des Kino International markiert einen neuen Abschnitt für eines der bedeutendsten Kulturdenkmäler Berlins.






