Berliner Startup revolutioniert die Textilbranche mit Roboter-Nähzellen aus Europa

Elsa Junck
Elsa Junck
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Ein Mann bedient eine Nähmaschine in einer Fabrik, konzentriert auf das Annähen von Stoff, mit Kleidung im Hintergrund.Elsa Junck

Berliner Startup revolutioniert die Textilbranche mit Roboter-Nähzellen aus Europa

Berliner Startup Adotc will Textilproduktion nach Europa zurückholen

Das in Berlin ansässige Startup Adotc arbeitet daran, die Textilherstellung zurück nach Europa zu bringen. Mit robotergestützter Automatisierung will das Unternehmen die Abhängigkeit von Importen aus Asien verringern und gleichzeitig Abfall sowie Transportemissionen reduzieren. Das Projekt hat bereits eine Förderung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) erhalten.

Derzeit bezieht Deutschland bis zu 90 Prozent seiner Textilien aus dem Ausland – fast die Hälfte davon stammt aus China und Bangladesch. Eine Verlagerung der Produktion in die Nähe könnte den CO₂-Fußabdruck der Branche verkleinern, indem Lieferketten kürzer werden und Retouren reduziert werden. Adotcs Lösung basiert auf einer robotergesteuerten Nähzelle, die speziell für die anspruchsvolle Automatisierung der Stoffmontage entwickelt wurde – ein Problem, das Hersteller wegen der schlaffen, flexiblen Beschaffenheit von Textilien lange vor Herausforderungen stellte.

Das System des Startups kombiniert Robotik, Sensoren und intelligente Greifer zu einer schlüsselfertigen Lösung. Es umfasst zudem eine App zur Echtzeit-Überwachung der Produktion und lässt sich an bestehende Nähmaschinen anpassen. Die Gründer Dr. Yves-Simon Gloy und Peter Brunsberg bringen umfangreiche Erfahrung aus der Textilindustrie und der akademischen Forschung mit, was dem Projekt eine solide technische Basis verleiht.

Dr. Michael Schwake von der DBU betonte die Fachkompetenz des Teams sowie das ökologische Potenzial des Vorhabens. Zwar sind genaue Beschäftigungszahlen unklar, doch hat der deutsche Textilsektor seit 2019 bereits 16 Prozent seiner Arbeitskräfte verloren – allein 2025 gingen 124.000 Industriearbeitsplätze verloren. Adotcs Automatisierung könnte die Branche weiter verändern, allerdings mit Fokus auf eine lokal ausgerichtete, bedarfsgerechte Produktion.

Die DBU unterstützt die Initiative mit rund 100.000 Euro. Bei Erfolg könnte die Technologie die europäische Textilherstellung wettbewerbsfähiger machen und gleichzeitig die Nachhaltigkeit entlang der gesamten Lieferkette verbessern.

Die robotergesteuerten Nähzellen von Adotc sollen die Textilproduktion schneller, sauberer und näher an den Verbraucher bringen. Durch die geringere Abhängigkeit von Übersee-Fabriken könnte das System langfristig Emissionen und Abfall reduzieren. Die nächsten Schritte des Projekts hängen davon ab, technische Hürden zu überwinden und die Technologie für eine breitere industrielle Nutzung zu skalieren.

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