Bauunternehmen aus Gifhorn steht unter Betrugsverdacht – Staatsanwaltschaft ermittelt
Maximilian SchönlandBauunternehmen aus Gifhorn steht unter Betrugsverdacht – Staatsanwaltschaft ermittelt
Eine Gruppe von Hauseigentümern im Gebiet zwischen dem Harz und der Lüneburger Heide wirft einem Bauunternehmen aus dem Landkreis Gifhorn Betrug vor. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig ermittelt nun gegen den Geschäftsführer des Unternehmens wegen des Verdachts auf Betrug, Diebstahl und Urkundenfälschung.
Die betroffenen Hauseigentümer behaupten, sie hätten hohe Vorauszahlungen für Bau- und Sanierungsarbeiten geleistet, die anschließend entweder gar nicht oder nur mangelhaft ausgeführt wurden. Viele Baustellen blieben unvermittelt im Stich gelassen – die Arbeiten unvollendet oder fehlerhaft. Ein Geschädigter berichtet, nach der Zahlung erheblicher Vorschüsse für ein 250.000-Euro-Projekt insgesamt 140.000 Euro verloren zu haben.
Ein weiterer Hausbesitzer wirft dem Firmenchef vor, in seinem Eigentum einen Tresor eingebaut und später Vermögenswerte im Wert von etwa 50.000 Euro entwendet zu haben. Der Gesamt-Schaden, den die Opfer melden, beläuft sich mittlerweile auf über 300.000 Euro.
Trotz mehrfacher Versuche haben weder der Geschäftsführer noch seine Ehefrau auf Anfragen nach einer Stellungnahme reagiert. Viele der Betroffenen haben die Hoffnung aufgegeben, ihr Geld jemals zurückzuerhalten, möchten aber andere vor den Risiken warnen, die mit unseriösen Bauunternehmen verbunden sind.
Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Braunschweig dauern derweil an. Die Geschädigten beschreiben ein wiederkehrendes Muster: Nach der Annahme von Vorauszahlungen folgten entweder unvollendete Arbeiten oder sogar offener Diebstahl. Der Fall zeigt die finanziellen und emotionalen Belastungen auf, unter denen Hausbesitzer leiden, die mit unfertigen Projekten und hohen Verlusten zurückbleiben.






