17 March 2026, 04:19

Apotheker streiken bundesweit für höhere Gebühren und wirtschaftliche Hilfe

Eine große Gruppe von Menschen nimmt an einer Black Lives Matter Demonstration in Berlin teil, einige halten Schilder und tragen Mützen und Taschen, während im Vordergrund ein Fahrrad und im Hintergrund Bäume und ein Pfahl zu sehen sind.

Apotheker streiken bundesweit für höhere Gebühren und wirtschaftliche Hilfe

Apotheker in ganz Deutschland bereiten sich auf große Proteste am 23. März 2026 vor

Am 23. März 2026 wollen Apotheker bundesweit mit Streiks und Kundgebungen für dringend benötigte wirtschaftliche Unterstützung kämpfen. Im Mittelpunkt der landesweiten Aktion stehen Schließungen von Apotheken sowie Demonstrationen, mit denen die sofortige Umsetzung von Gebührenerhöhungen gefordert wird – Versprechen, die Gesundheitsministerin Nina Warken seit Langem gibt, ohne dass es bisher zu konkreten Schritten gekommen ist.

Der zentrale Protest findet in Düsseldorf statt: Von 12:00 bis 13:00 wird am Burgplatz demonstriert, die Teilnehmer werden gebeten, sich ab 11:00 Uhr einzufinden. Um eine hohe Beteiligung zu gewährleisten, hat der Apothekerverband Nordrhein (AVNR) kostenlose Busse aus wichtigen Standorten der Region organisiert – es sind noch Plätze frei. Auch in Nordrhein-Westfalen wird am Aktionstag ein ähnliches Busshuttle-Netz eingerichtet, um Demonstranten zur Hauptkundgebung zu bringen.

AVNR-Vorsitzender Thomas Preis betont die Notwendigkeit von Einheit und Solidarität unter den Apothekern. Ziel sei es, möglichst viele Kollegen nach Düsseldorf zu mobilisieren und an die großen Demonstrationen der Vergangenheit anzuknüpfen. So hatten sich im November 2023 rund 3.500 Apotheker aus Brandenburg, Dresden, Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt am Theaterplatz in Dresden versammelt. Gleichzeitig demonstrierten Tausende aus Baden-Württemberg und Bayern am Stuttgarter Schloßplatz.

Diesmal ist die Forderung klar: Die Regierung muss die längst überfälligen Gebührenerhöhungen umsetzen. Die Apotheker argumentieren, dass die wirtschaftliche Stärkung der lokalen Apotheken nicht länger warten könne.

Am 23. März werden bundesweit Apotheken schließen, während die Beschäftigten für faire Bezahlung auf die Straße gehen. Mit organisierten kostenlosen Transporten und einer zentralen Kundgebung will die Branche ein starkes Signal setzen. Ob dies Wirkung zeigt, hängt davon ab, ob die Politik auf den Aufruf nach sofortigem Handeln reagiert.

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