18 February 2026, 22:05

Apotheken in Deutschland kämpfen ums Überleben – und die Politik schaut zu

Ein blauer Hintergrund mit weißer Schrift und einem Logo, das "19 Millionen Amerikaner sparen jährlich durchschnittlich 400 USD bei Arzneimittelkosten" lautet.

Apotheken in Deutschland kämpfen ums Überleben – und die Politik schaut zu

Apotheken in ganz Deutschland stehen unter wachsendem finanziellen Druck – und gefährden so die grundlegende Gesundheitsversorgung. Trotz wiederholter Zusagen hat die Bundesregierung eine dringend benötigte Erhöhung der Vergütung bisher nicht umgesetzt. Branchenvertreter warnen nun, dass weitere Verzögerungen zu flächendeckenden Schließungen und einer verschlechterten Arzneimittelversorgung führen könnten.

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Der Landesapothekerverband Niedersachsen (LAV) fordert die Bundesregierung zum sofortigen Handeln auf. Wie der Verband betont, müsse die im Koalitionsvertrag vereinbarte Gebührenerhöhung unverzüglich kommen, um weitere Schäden abzuwenden. Berend Groeneveld, Vorsitzender des LAV, machte deutlich, dass jahrelange Stagnation bei den Finanzmitteln viele Apotheken an den Rand ihrer Belastbarkeit gebracht habe. Die Aufrechterhaltung des Grundbetriebs sei zunehmend schwierig.

Bundesgesundheitsminister Dr. Andreas Philippi (SPD) hat die Dramatik der Lage zwar anerkannt, konkrete Maßnahmen stehen jedoch weiterhin aus. Das Bundesgesundheitsministerium verschiebt die längst überfällige Anpassung der Apothekenvergütung immer wieder. Ohne diese finanzielle Unterstützung drohten weitere Schließungen, warnen Apotheker.

Die Zahlen für 2024 zeigen: Zwar bleibt die Zahl der Apothekenmitarbeiter mit rund 237.000 stabil, doch der Sektor steht unter massivem Druck. Patienten müssen bereits weitere Wege in Kauf nehmen, um Rezeptmedikamente abzuholen oder fachkundige Beratung zu erhalten. Der Verband kündigte an, falls keine Lösungen gefunden würden, die Öffentlichkeitsarbeit zu intensivieren, um auf die Risiken einer ausgedünnten Apothekenlandschaft aufmerksam zu machen.

Weitere Verzögerungen bei der Vergütungsanpassung könnten die Arzneimittelversorgung bundesweit gefährden. Der LAV betont, dass ohne schnelles Eingreifen der kontinuierliche Rückgang der Apotheken den Zugang zur Gesundheitsversorgung weiter aushöhlen werde.

Das Versagen der Bundesregierung, die Apothekengebühren anzupassen, hat die Branche in eine prekäre Lage gebracht. Ohne sofortige finanzielle Unterstützung drohen weitere Schließungen – mit der Folge, dass Patienten längere Wege für lebenswichtige Leistungen in Kauf nehmen müssen. Der Verband lässt keinen Zweifel: Die Zeit läuft davon, um bleibende Schäden für das deutsche Gesundheitssystem abzuwenden.