Anke Engelkes peinliche Bahn-Affäre: Wie eine Webserie zum PR-Desaster wurde

Elsa Junck
Elsa Junck
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Ein Schwarz-Weiß-Cartoon von einer Gruppe von Menschen, die vor einem Zug stehen und nach oben schauen, mit dem Text "humoristische Listen 18" auf einem Papier.Elsa Junck

Anke Engelkes peinliche Bahn-Affäre: Wie eine Webserie zum PR-Desaster wurde

Komikerin und Schauspielerin Anke Engelke arbeitete einst über sechs Monate lang für die Deutsche Bahn. Dort durchlief sie verschiedene Tätigkeiten – von der Logistik über den Kundenservice bis hin zur Rolle als Zugbegleiterin. Ihre Erfahrungen dort inspirierten später eine humorvolle Webserie, die jedoch bald auf massive Kritik stieß.

Engelke, die sich schon lange für ungewöhnliche Berufserfahrungen begeistert, absolvierte ursprünglich eine journalistische Ausbildung beim Südwestfunk. Sie probierte sich in den unterschiedlichsten Jobs aus: vom Ernten von Rohstoffen für eine Bio-Kosmetikfirma bis hin zur Betreuung von Fahrgästen im Zug. Bei der Deutschen Bahn erhielt sie sogar Schulungen im Umgang mit schwierigen Situationen – eine Vorbereitung auf die Realität des Bahnalltags.

Ihre Beobachtungen flossen in die Webserie Boah, Bahn! ein, die im Oktober 2025 mit leichtem Humor und Selbstironie das Arbeitsleben der Bahnmitarbeitenden aufgriff. Engelke, selbst eine häufige Zugreisende, betonte stets die Freundlichkeit, die ihr begegnete – räumte aber ein, dass ihr Promistatus dabei wohl eine Rolle spielte.

Doch die Serie sorgte schnell für Empörung. Medienberichte enthüllten, dass die Produktion über sieben Millionen Euro gekostet hatte – ein Skandal angesichts der anhaltenden Debatten über Sicherheitsmängel im Schienenverkehr. Die Kritik eskalierte, nachdem in Rheinland-Pfalz ein Zugbegleiter bei einem Unfall ums Leben gekommen war. Unter dem öffentlichen Druck beendete die Deutsche Bahn die Kampagne Anfang 2026. Politiker wie der SPD-Abgeordnete Sebastian Fiedler bezeichneten die Ausgaben als "unverantwortlich", während die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) forderte, das Geld hätte besser in die Verbesserung der Arbeitsbedingungen fließen sollen.

Die Zusammenarbeit zwischen Engelke und der Deutschen Bahn endete abrupt. Die einst als unterhaltsame Hommage an den Bahnalltag gedachte Serie wurde angesichts der Sicherheitsdebatten als taktlos wahrgenommen und eingestellt. Wie die Affäre die interne Kommunikation des Unternehmens beeinflusste, blieb bis heute ungeklärt.

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