04 March 2026, 14:59

Amira Muhammad Ali will für die Linke das Comeback in Niedersachsen schaffen

Das Bundestagsgebäude in Berlin, Deutschland, mit vielen Fenstern, umgeben von Straßenelementen, Fahrzeugen, Menschen und Bäumen, unter einem bewölkten Himmel.

Amira Muhammad Ali will für die Linke das Comeback in Niedersachsen schaffen

Die Linke stellt Amira Muhammad Ali als Direktkandidatin für den Wahlkreis Oldenburg / Ammerland bei der bevorstehenden Bundestagswahl am 28. September auf. Die 41-Jährige, die seit über einem Jahrzehnt in Oldenburg lebt, belegt zudem Platz fünf auf der Landesliste der Partei für Niedersachsen. Im Mittelpunkt ihres Wahlkampfs stehen Umverteilung von Vermögen und Verbraucherrechte – Themen, die sie im Falle ihrer Wahl vorantreiben will.

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Muhammad Ali wurde in Hamburg als Kind einer deutschen Mutter und eines ägyptischen Vaters geboren. Sie engagiert sich seit Langem in der Kommunalpolitik und ist derzeit Mitglied im Vorstand des Oldenburg / Ammerland-Kreisverbands der Linken.

Die Präsenz der Linken in Niedersachsen war in den vergangenen Jahren schwankend. Zwischen 2009 und 2013 hielt die Partei sechs Bundestagsmandate aus der Region, 2013 bis 2017 waren es noch vier. 2017 sank ihre Unterstützung auf 6,2 Prozent, was nur ein Direktmandat sicherte. 2021 setzte sich der Abwärtstrend fort: Mit 4,9 Prozent der Stimmen – unter der Fünf-Prozent-Hürde – blieb die Partei ohne Vertreter aus Niedersachsen im Bundestag.

In diesem Jahr ist das Comeback der Linken im Land auch mit Muhammad Alis Kandidatur verbunden. Ihre Beliebtheit speist sich aus der Kritik an der Politik der aktuellen Koalitionsregierung, insbesondere in der Außen- und Migrationspolitik. Eine Zusammenarbeit mit der neuen BSW-Partei hat ihre Chancen zusätzlich gestärkt. Regionale Unzufriedenheit mit Grünen und SPD kommt ihr ebenfalls zugute.

Sollte sie gewählt werden, wäre sie die erste Abgeordnete der Linken aus Niedersachsen im Bundestag seit 2021. Ihr Programm betont soziale Gerechtigkeit und einen stärkeren Schutz für Verbraucher:innen.

Die Wahl am 28. September wird entscheiden, ob Muhammad Ali ein Mandat erringt. Ihr Wahlkampf profitiert von verschobenen politischen Bündnissen und lokaler Unzufriedenheit. Ein Sieg würde die Rückkehr der Linken in den Bundestag mit Vertretung aus Niedersachsen markieren.