Aldi Süd streicht 1.250 Stellen – Digitalabteilung Aldi DX besonders betroffen
Janos PieperAldi Süd streicht 1.250 Stellen – Digitalabteilung Aldi DX besonders betroffen
Aldi Süd kündigt Abbau von 1.250 Stellen am Hauptsitz in Mülheim an der Ruhr an
Der Großteil der Streichungen betrifft die Digitalabteilung Aldi DX, wo über 1.000 Arbeitsplätze wegfallen sollen. Die Maßnahme folgt auf eine Phase des Ausbaus im IT-Bereich des Handelskonzerns.
Das Unternehmen hatte seine IT-Belegschaft zuvor auf mehr als 4.000 Mitarbeiter ausgebaut und mit Aldi DX eine eigene Einheit geschaffen, um als Arbeitgeber attraktiver zu werden und die Technologie zu modernisieren. Nun plant der Discounter jedoch, interne IT-Projekte zurückzufahren und Teile der Operations an externe Dienstleister auszulagern.
Aldi DX war ursprünglich dafür konzipiert, unter dem Projektnamen "AHEAD" ein weltweit einheitliches IT-System aufzubauen. Trotz dieser ehrgeizigen Pläne steht die Abteilung nun vor massiven Stellenkürzungen. Auch der internationale Einkaufsarm Aldi International Services ist von den Einsparungen betroffen.
Keine betriebsbedingten Kündigungen geplant Stattdessen sollen Mitarbeiter Abfindungsangebote für freiwillige Austritte erhalten. Bis November 2025 wird der indische IT-Dienstleister Tata Consultancy Services (TCS) seine Partnerschaft mit Aldi Süd ausbauen. Das Unternehmen soll die Technologielandschaft des Händlers verschlanken, die Effizienz steigern und eine schnellere Reaktion auf Marktveränderungen ermöglichen.
Die Stellenstreichungen markieren einen Strategiewechsel in der IT-Politik von Aldi Süd: Künftig werden weniger interne Teams für Technologieprojekte zuständig sein, während mehr Aufgaben an externe Anbieter vergeben werden. Tata Consultancy Services wird eine Schlüsselrolle bei der Modernisierung der digitalen Infrastruktur des Konzerns einnehmen.






