AfD stabilisiert sich bei 20 Prozent – doch Ost-West-Graben bleibt tief
Maximilian SchönlandAfD stabilisiert sich bei 20 Prozent – doch Ost-West-Graben bleibt tief
Die Unterstützung für die AfD in Deutschland scheint sich zu stabilisieren, wobei ein beträchtlicher Teil der Wähler die Partei in Betracht zieht. Aktuelle Umfragen deuten auf unterschiedliche Zustimmungswerte in den verschiedenen Regionen hin – besonders zwischen Ost und West.
Bundesweit würden derzeit 20 Prozent der Wähler die AfD wählen, weitere 8 Prozent könnten es sich vorstellen. In Westdeutschland könnten sich 24 Prozent eine Stimme für die Partei vorstellen, in Ostdeutschland steigt dieser Wert jedoch deutlich auf 41 Prozent. Gleichzeitig lehnen 60 Prozent der Ostdeutschen die AfD kategorisch ab.
Der Umfrageforscher Manfred Güllner warnte, dass eine absolute Mehrheit der AfD bei der anstehenden Wahl in Sachsen-Anhalt weiterhin realistisch sei. Zugleich deutete er an, dass das Wählerpotenzial der Partei möglicherweise seinen Höhepunkt erreicht habe. Güllner betonte, dass eine Mobilisierung der Wähler der politischen Mitte eine Zweidrittelmehrheit der AfD verhindern könnte.
Union (CDU/CSU) verfügt weiterhin über ein potenzielles Wählerreservoir von 45 Prozent, die SPD kommt auf 46 Prozent. Allerdings haben die Schwerpunktthemen der SPD wie Mindestlohn und Bürgergeld offenbar einige Wähler verprellt. Dennoch blicken fast die Hälfte der Deutschen auf die SPD mit Wohlwollen.
Das Wachstum der AfD scheint sich verlangsamt zu haben, doch ihre regionale Stärke bleibt bemerkenswert. SPD und Union verfügen zwar über ein großes potenzielles Wählerpotenzial, doch könnten politische Weichenstellungen ihre Attraktivität beeinträchtigen. Die Wahlbeteiligung der gemäßigteren Wähler könnte eine entscheidende Rolle dabei spielen, den Einfluss der AfD einzudämmen.
