07 April 2026, 08:20

AfD Harburg verliert zwei weitere Abgeordnete – Fraktion zerbricht an internen Konflikten

Schwarzes und weißes politisches Karikaturbild, das ein Fahrzeug mit der Aufschrift "Die Radikale Partei auf schwerem Kurs" zeigt, das bewaffnete Individuals trägt.

AfD Harburg verliert zwei weitere Abgeordnete – Fraktion zerbricht an internen Konflikten

Die AfD-Fraktion im Hamburger Bezirk Harburg hat zwei weitere Mitglieder verloren und zählt nun nur noch drei Abgeordnete. Andreas Ehlers und Harald Feineis sind ausgetreten und vertiefen damit die internen Spannungen. Ihre Austritte folgen auf monatelange Streitigkeiten und Vorwürfe wegen Fehlverhaltens.

Die jüngste Austrittswelle begann, als Ehlers dem Fraktionsvorsitzenden Helge Ritscher körperliche Angriffe vorwarf. Zudem behauptete er, auf einem Konto der AfD befinde sich ein sechsstelliger Betrag ohne ordnungsgemäße Dokumentation. Diese Vorwürfe kamen, nachdem der AfD-Politiker Adrian Leuser die Fraktion bereits im vergangenen Jahr verlassen hatte und nach Drohungen aus der Stadt geflohen war.

Leuser hatte zuvor Ehlers wegen Bedrohungen und beleidigender Äußerungen angezeigt. Nach seiner Beschwerde erhielt er eine drohende Nachricht an seiner Wohnadresse. Die anhaltenden Turbulenzen werfen Fragen zur Stabilität der Fraktion auf.

Kritiker sehen in den Vorgängen bei der AfD System. Simon Dhemija von der Linken erklärte, das Ziel der Partei sei es, Skandale zu provozieren und die lokale Politik zu destabilisieren. Der CDU-Abgeordnete Rainer Bliefernicht warnte unterdessen, weitere Austritte könnten zur Bildung einer zweiten AfD-Fraktion führen.

Die politische Landschaft in der Harburger Bezirksversammlung bleibt zersplittert. Die CDU stellt mit 12 Sitzen die stärkste Fraktion, gefolgt von der SPD mit 10 Mandaten. Die Grünen kommen auf 8 Sitze, die Linke auf 4 und Volt auf 3. Die geschrumpfte AfD ist nun nur noch mit 3 Mitgliedern vertreten.

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Die internen Konflikte der AfD haben ihre Position in der Harburger Bezirksversammlung deutlich geschwächt. Mit nur noch drei Abgeordneten ist ihr Einfluss stark zurückgedrängt. Angesichts der anhaltenden Spannungen bleibt die Zukunft der Partei im Bezirk ungewiss.

Quelle