AfD gründet umstrittene Jugendorganisation Generation Deutschland in Niedersachsen
Margret auch SchlauchinProteste begleiten Gründung der AfD-Jugend in Niedersachsen - AfD gründet umstrittene Jugendorganisation Generation Deutschland in Niedersachsen
Die Alternative für Deutschland (AfD) hat in Niedersachsen eine neue Jugendorganisation mit dem Namen Generation Deutschland ins Leben gerufen. Das erste Treffen der Gruppe fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, während sich draußen etwa 300 Demonstranten versammelten. Die Gründung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem der Landesverband der AfD als extremistische Bewegung eingestuft werden könnte.
Der Start der Organisation in Niedersachsen ist Teil einer bundesweiten Initiative der AfD, ihre Jugendarbeit auszubauen. Ähnliche Strukturen gibt es bereits in Bremen und anderen Bundesländern, wo sie die inzwischen aufgelöste Junge Alternative ersetzt. Extremismusbeobachter warnen vor personellen und ideologischen Überschneidungen zwischen der neuen Gruppe und ihrem Vorgänger, der als rechtsextrem eingestuft wurde.
Zum Vorsitzenden von Generation Deutschland in Niedersachsen wurde der 28-jährige Bundestagsabgeordnete Micha Fehre ernannt. Er fordert eine konsequentere Durchsetzung von Abschiebungen bei Menschen ohne legalen Aufenthaltsstatus und versprach, für "Recht und Ordnung" zu sorgen, falls die Organisation politischen Einfluss gewinnt. Zum Programm der Gruppe gehören zudem die Unterstützung junger Familien, die Senkung der Betriebsausgaben, eine Renaissance der Kernenergie sowie sogenannte Remigrations-Maßnahmen.
Dem Landesvorstand gehören elf Mitglieder an, darunter der stellvertretende Vorsitzende Patrick Schwarzer sowie Adrian Maxhuni und Reinhild Goes als Ersatzmitglieder und Schatzmeisterin. Die AfD präsentiert Generation Deutschland als Plattform, um junge Menschen für die Politik zu begeistern, und als Kaderschmiede für künftige Parteiführer.
Die Gründung von Generation Deutschland ist Teil der Strategie der AfD, ihre Jugendnetzwerke nach der Auflösung der Jungen Alternative neu aufzubauen. Mit Protesten bei der ersten Veranstaltung und der anhaltenden Beobachtung durch die Behörden betritt die Organisation ein politisch umstrittenes Umfeld. Ihre Programmatik und Führung werden voraussichtlich weiter auf den Prüfstand gestellt, während sie sich in ganz Deutschland ausbreitet.






