3.000 Menschen gedenken der Opfer der Todesmärsche auf dem Weg nach Sandbostel

Elsa Junck
Elsa Junck
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Ein Denkmal auf einem Friedhof mit einer Karte darauf, umgeben von Blumensträußen und anderen Gegenständen, mit Gräbern, Bäumen, Gebäuden und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund, das das Grab eines deutschen Soldaten markiert, der im Zweiten Weltkrieg getötet wurde.Elsa Junck

3.000 Menschen gedenken der Opfer der Todesmärsche auf dem Weg nach Sandbostel

Rund 3.000 Menschen nahmen in diesem Monat an einem viertägigen Gedenkmarsch von Bremen nach Sandbostel teil. Die Veranstaltung ehrte die Zwangsarbeiter:innen, die während der Todesmärsche im Zweiten Weltkrieg ums Leben kamen. Zu den Organisatoren zählten die Landeszentrale für politische Bildung Bremen, die Gedenkstätte Sandbostel sowie lokale Polizeikräfte.

Der Marsch startete am Mahnmal Bunker Valentin in Bremen-Farge, wo sich am ersten Tag fast 1.000 Teilnehmende auf den Weg machten. Darunter befanden sich Schulklassen und eine Delegation französischer Schüler:innen. Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens schloss sich am zweiten Tag dem Marsch an und sprach unterwegs mit den Teilnehmenden.

Während der Veranstaltungen wurden drei neue Gedenkstelen enthüllt, sodass sich die Gesamtzahl auf 13 erhöhte. Der Zeitzeuge Johann Dücker nahm an einer der Einweihungsfeiern teil. Auch Angehörige von KZ-Häftlingen folgten dem Aufruf, darunter Ilana McCorquodale, die extra aus Australien angereist war.

Die Route endete an der Gedenkstätte Sandbostel mit einer Abschlussfeier. Reden lokaler Amtsträger:innen und Polizeivertreter:innen wurden von Livemusik begleitet. Die Veranstaltungen betonten die Verbundenheit über Institutionen und Landesgrenzen hinweg und unterstrichen die Bedeutung der Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus.

Der Gedenkmarsch 2025 vereinte Tausende, um über die historischen Gräueltaten zu reflektieren. Neue Mahnmale markieren nun die Strecke und sorgen dafür, dass die Schicksale der Zwangsarbeiter:innen sichtbar bleiben. Die Organisator:innen hoffen, dass die Veranstaltungen den Dialog über die Vergangenheit weiter anregen.

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