Würth Group wächst trotz Krisenrisiken – Familie fest im Sattel
Maximilian SchönlandWürth Group wächst trotz Krisenrisiken – Familie fest im Sattel
Die Würth Group hat starke Finanzzahlen für die ersten vier Monate des Jahres 2026 vorgelegt. Der Umsatz stieg um 3,2 Prozent, während der operative Gewinn um acht Prozent auf knapp 300 Millionen Euro kletterte. Gleichzeitig erhöhte das Unternehmen seine Lagerbestände um 100 Millionen Euro, sodass sich der Gesamtwert der Vorräte auf 3,6 Milliarden Euro beläuft.
Unternehmenschef Robert Friedmann verteidigte die Entscheidung, die Lagerbestände auszubauen, und bezeichnete dies als bewährte Strategie in Krisenzeiten. Gleichzeitig warnte er vor strukturellen Herausforderungen in Deutschland, die künftige Investitionen bremsen könnten. Trotz dieser Risiken rechnet das Unternehmen für das Gesamtjahr mit einem Wachstum im mittleren einstelligen Bereich.
Die Familie bleibt eng mit der Unternehmensführung verbunden. Reinhold Würth, mittlerweile 91 Jahre alt, fungiert als Ehrenvorsitzender des Stiftungsaufsichtsrats und berät die Geschäftsführung weiterhin. Seine Tochter Bettina Würth ist ebenfalls Mitglied desselben Gremiums, während seine Enkelin Maria Würth für die Kunstsammlung und die kulturellen Projekte des Unternehmens verantwortlich zeichnet.
Anfang 2025 übernahmen zwei weitere Familienmitglieder Schlüsselpositionen: Die Enkel Benjamin und Sebastian Würth wurden in zentrale Führungsrollen berufen, was den Einfluss der Familie auf das Unternehmen weiter stärkt.
Die jüngsten Zahlen der Würth Group belegen eine stetige Expansion – sowohl Umsatz als auch Gewinne legten zu. Das Wachstum der Lagerbestände spiegelt einen vorsichtigen, aber strategischen Umgang mit der Marktunsicherheit wider. Gleichzeitig sorgt das anhaltende Engagement der Familie für Stabilität – sowohl in der Unternehmensführung als auch im kulturellen Bereich.






