Wirtschaftsforum in Bad Saarow: Industrie sucht Lösungen für Wachstumskrise und Reformstau
Margret auch SchlauchinWirtschaftsforum in Bad Saarow: Industrie sucht Lösungen für Wachstumskrise und Reformstau
Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) warnt vor einer weiteren Verschlechterung der Stimmung in der Wirtschaft, da Unternehmen mit hohen Energiekosten, Steuern und Bürokratie zu kämpfen haben. Da in diesem Jahr kein industrielles Wachstum mehr erwartet wird, treffen sich Spitzenvertreter der Branche beim Ostdeutschen Wirtschaftsforum in Bad Saarow, um über Reformen und Chancen für den Sektor zu diskutieren.
Das Forum, das vom 24. bis 26. Juni stattfindet, bringt täglich rund 350 Wirtschaftsvertreter zusammen. Zu den Teilnehmern zählen Bundeskanzler Friedrich Merz, Wirtschaftsministerin Katherina Reiche sowie die Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg.
BDI-Hauptgeschäftsführer Holger Lösch bezeichnete die Unternehmen als „tief entmutigt, ja sogar frustriert“ angesichts der anhaltenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Gleichzeitig warnte er, dass ausbleibende Reformen ernsthafte Risiken bergen könnten – insbesondere in einem Wahljahr.
Trotz der Herausforderungen soll die Veranstaltung vor allem die Chancen für die Industrie in Ostdeutschland aufzeigen. Lösch hob die verfügbaren Flächen und die gut ausgebaute Infrastruktur der Region als Standortvorteile für die Rüstungsindustrie hervor. Zudem gibt es Bestrebungen, Rüstungsunternehmen mit Start-ups sowie Maschinenbau- und Automobilherstellern zu vernetzen.
Im Mittelpunkt des Forums stehen Maßnahmen zur Stärkung des industriellen Vertrauens durch politische Reformen und wirtschaftliche Zusammenarbeit. Mit hochrangigen Vertretern aus Politik und Wirtschaft werden konkrete Lösungen diskutiert, um das Wachstum in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld zu fördern.






