Wasserstoff-Pipeline H2Coastlink 1 HEL: Pläne für Norddeutschland liegen zur Einsicht vor
Margret auch SchlauchinWasserstoff-Pipeline H2Coastlink 1 HEL: Pläne für Norddeutschland liegen zur Einsicht vor
Die Pläne für eine neue Wasserstoff-Pipeline in Norddeutschland haben mit der Einreichung der offiziellen Antragsunterlagen konkrete Formen angenommen. Die 23,5 Kilometer lange Trasse mit dem Namen H2Coastlink 1 HEL soll die Städte Emden und Leer an der Nordseeküste verbinden. Die Entwickler haben die Unterlagen nun zur öffentlichen Einsicht freigegeben – ein wichtiger Schritt im Genehmigungsverfahren.
Betrieben wird die Pipeline von der EWE Netz GmbH in Zusammenarbeit mit Partnern wie Gascade Deutschland, ONTRAS Gastransport und Thyssengas. Die Planungs- und Genehmigungsphase begann bereits 2023; die aktuellen Dokumente wurden nun zur regulatorischen Prüfung eingereicht. Das Projekt ist Teil des deutschen Wasserstoff-Kernnetzes, das industrielle Standorte und Importknotenpunkte miteinander verknüpfen soll.
Die geplante Leitung wird durch vier Gemeinden verlaufen: Emden, Ihlow, Moormerland und Leer. Mit einem Durchmesser von etwa 0,4 Metern soll sie Wasserstoff zwischen den beiden Küstenstandorten transportieren. Vor Baubeginn sind eine Umweltverträglichkeitsprüfung und eine öffentliche Anhörung vorgeschrieben. Vom 22. Januar bis zum 23. Februar stehen die Antragsunterlagen online zur Einsicht bereit. Interessierte können sie über die Website des Landesamts für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) oder das UVP-Netz-Portal einsehen. In dieser Phase besteht die Möglichkeit, Stellungnahmen abzugeben, bevor das Genehmigungsverfahren in die nächste Runde geht.
Die H2Coastlink 1 HEL markiert einen weiteren Schritt beim Ausbau der deutschen bahn Wasserstoffinfrastruktur. Bei einer Genehmigung würde sie den sauberen Energietransport zwischen Emden und Leer ermöglichen. Die Öffentlichkeit hat noch bis zum 23. Februar Zeit, die Pläne zu prüfen und dazu Feedback zu geben.