VW setzt Zulieferer mit neuem Nachhaltigkeits-Check unter Druck
Volkswagen-Konzern führt weltweites Nachhaltigkeitsbewertungssystem für Zulieferer ein
Der Volkswagen-Konzern hat ein globales Bewertungssystem für Nachhaltigkeit bei seinen Zulieferern eingeführt. Das neue Verfahren prüft Risiken in Bereichen wie Menschenrechte, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung. Unternehmen, die die Anforderungen nicht erfüllen, verlieren künftig Aufträge des Automobilriesen.
Das System baut auf dem bestehenden Verhaltenskodex für Geschäftspartner von VW auf, der für alle Firmen in der Lieferkette gilt. Zulieferer müssen nun eine Selbsteinschätzung vornehmen und Nachweise erbringen, die von unabhängigen Prüfern verifiziert werden. Zudem sind Vor-Ort-Kontrollen möglich, um die Einhaltung der Vorgaben zu gewährleisten.
Die Vorbereitungen für die Einführung laufen bereits seit fast einem Jahr. Der Konzern hat seine Partner in Workshops, Veranstaltungen und ausführlichen Briefings informiert. Die Vorstandsmitglieder Stefan Sommer und Hiltrud Werner betonten die Notwendigkeit, Nachhaltigkeit in der gesamten Lieferkette durchzusetzen.
Das Bewertungssystem wird schrittweise in den verschiedenen Marken und Regionen eingeführt. Langfristig sollen die Kriterien um CO₂-Emissionen erweitert werden, um sie mit den übergeordneten Dekarbonisierungszielen des Konzerns in Einklang zu bringen. Zulieferer, die gegen die Nachhaltigkeitsregeln verstoßen, werden von der Vergabe neuer Aufträge ausgeschlossen.
Mit den neuen Maßnahmen will Volkswagen strengere Standards für Umwelt-, Sozial- und Ethikrichtlinien durchsetzen. Wie viele Direktzulieferer von den Änderungen betroffen sein werden, gab der Konzern nicht bekannt. Das System unterstreicht das Bestreben des Unternehmens, Nachhaltigkeit tiefer in seine Geschäftsprozesse und Partnerschaften zu verankern.