Volkswagen plant radikale Stellenstreichungen – bis zu 100.000 Jobs in Gefahr
Janos PieperVolkswagen plant radikale Stellenstreichungen – bis zu 100.000 Jobs in Gefahr
Volkswagen plant massive Stellenstreichungen in Deutschland – bis zu 100.000 Arbeitsplätze könnten betroffen sein. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund wachsender Kritik an unrentablen Unternehmensbereichen und einer zurückhaltenden Anlegerbasis. Die Arbeitnehmervertreter wurden in die Entscheidung nicht einbezogen.
Die Unternehmensführung räumte ein, dass einige zentrale Sparten mit erheblichen Problemen kämpfen. Dies hat zu weitreichenden Umstrukturierungsplänen geführt, darunter die mögliche Schließung von vier Werken in Deutschland. Die geplanten Kürzungen folgen auf Jahre hoher Löhne und eines überdimensionierten Personalbestands, der durch den mächtigen links-grünen Block bei Volkswagen abgesichert wurde.
Niedersachsen, regiert von einer links-grünen Koalition, übt erheblichen Einfluss auf Volkswagen aus. Durch seine Beteiligungen verfügt das Land über eine Sperrminorität und ein Vetorecht bei strategischen Entscheidungen. Dennoch war die Landesregierung nicht in die Gespräche über die Stellenstreichungen eingebunden.
Anleger bleiben gegenüber deutschen Autowerten, einschließlich Volkswagen, skeptisch. Sorgen um die Zukunft der Branche halten die Aktienkurse auf niedrigem Niveau. Die Volkswagen-Aktie notiert derzeit bei 72,54 Euro, mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 3,7 für dieses Jahr und einer Prognose von 3,0 für 2027. Analysten erwarten für das kommende Jahr einen Gewinn je Aktie von 24,21 Euro.
Die geplanten Kürzungen könnten die Geschäftsaktivitäten von Volkswagen in Deutschland grundlegend verändern. Die geringe Bewertung des Konzerns und die Skepsis der Anleger spiegeln die tieferliegenden Herausforderungen der gesamten Branche wider. Die Entscheidung wird nun ohne die Mitwirkung der Arbeitnehmervertreter vorangetrieben.
