Volkstrauertag: Ein Mahnmal für Frieden und Verständnis
Volkstrauertag: Mahnung zu Frieden und Verständigung
Teaser: Zum Volkstrauertag gedachten auch in Garbsen die Menschen der Opfer von Krieg und Gewalt. „Wir alle können dazu beitragen, mehr Frieden in die Welt zu tragen – selbst im täglichen Leben in Garbsen“, mahnte Bürgermeister Claudio Provenzano.
19. November 2025
Schlagwörter: Krieg und Konflikte, Politik, Allgemeine Nachrichten
Artikel: Die Bürgerinnen und Bürger von Garbsen kamen am Volkstrauertag zusammen, um der Opfer von Krieg und Gewalt zu gedenken. Die jährliche Gedenkveranstaltung umfasste in der gesamten Stadt Zeremonien, Reden und musikalische Beiträge.
Die zentrale Gedenkfeier fand vor dem Rathaus statt, wo Pfarrer Heinrich Schmidt die Hauptansprache hielt. Er betonte die Rolle der jüngeren Generation bei der Gestaltung der Erinnerungskultur, der Sicherheitspolitik und der Debatten um die Wehrpflicht.
Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von Johann Deeb, einem Schüler der Musik- und Kunstschule Garbsen. Zudem wurden in allen Stadtteilen Garbsens Kränze an den Kriegsdenkmälern niedergelegt, um der Gefallenen zu gedenken. Bürgermeister Claudio Provenzano rief zu einer humaneren Gesellschaft auf und unterstrich, wie wichtig es sei, die Perspektiven junger Menschen zu Themen wie Erinnerung und Frieden ernst zu nehmen. Die Schülerin Karolin Milek von der IGS Garbsen griff diesen Gedanken auf und forderte die Anwesenden auf, Kriegsopfer nicht als bloße Statistiken, sondern als Individuen mit Träumen und Hoffnungen zu sehen. Pfarrer Julius Kafuti von der katholischen Gemeinde sprach von Gräbern als stummen Mahnmalen zur Versöhnung. Pfarrer Yoo-Jin Jhi von der Willehadikirche ergänzte, die Gesellschaft müsse Räume schaffen, die frei von Hass und Feindseligkeit seien. Der Schüler Karl Pohler von der Sophienschule erinnerte daran, wie viele ungehörte Geschichten von Opfern bis heute im Verborgenen bleiben.
Die Feierlichkeiten brachten Menschen aller Generationen zusammen, um über die Schrecken des Krieges und die Bedeutung des Friedens nachzudenken. Durch Reden, Musik und Ehrungen bekräftigte die Gemeinschaft Garbsens ihr Bekenntnis zu Erinnerung und Zusammenhalt.