26 March 2026, 10:20

Verbeamtung von Lehrkräften: KMK entscheidet über Zukunft des Beamtenstatus

Gemälde mit dem Titel 'Die Lehrerklasse' von William Hogarth, das einen Mann in einem Klassenzimmer mit Kindern zeigt, die auf Bänken sitzen und stehen, sowie eine Tafel, ein Rahmenbild, ein Fenster, einen Vorhang und eine Decke.

Verbeamtung von Lehrkräften: KMK entscheidet über Zukunft des Beamtenstatus

Die Debatte über die Verbeamtung von Lehrkräften gewinnt an Fahrt, nachdem Brandenburgs neuer CDU-Bildungsminister Gordon Hoffmann Signalbereitschaft für den sächsischen Vorschlag eines schrittweisen Auslaufens gezeigt hat. Das Thema steht auf der Tagesordnung der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder (KMK) an diesem Donnerstag. Angespannte Haushalte und steigende Pensionslasten haben die Diskussion in mehreren Bundesländern in den Fokus gerückt.

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Sachsens Bildungsminister Conrad Clemens plädiert für eine Abschaffung der Verbeamtung und verweist auf die angespannte Haushaltslage sowie hohe Pensionsrückstellungen für Beamte. Sein Bundesland hatte 2019 begonnen, Lehrkräfte zu verbeamteten, steht nun aber unter Druck, diesen Kurs zu revidieren. Der Bund der Steuerzahler unterstützt den Vorstoß und fordert generell weniger Beamte, um die öffentlichen Ausgaben zu entlasten.

In Brandenburg arbeiteten im Schuljahr 2025/2026 nur noch 31,1 Prozent der Lehrkräfte an staatlichen Schulen in einem regulären Angestelltenverhältnis. Davon waren 19,7 Prozent Quereinsteiger – ein Zeichen für den Wandel weg vom klassischen Beamtenstatus. Hoffmann betont jedoch, dass mögliche Änderungen bundesweit einheitlich umgesetzt werden müssten, um Ungleichheiten zu vermeiden.

Berlin hingegen führte die Verbeamtung von Lehrkräften 2023 nach fast 20-jähriger Pause wieder ein. Verantwortliche verweisen auf positive Effekte wie weniger unbesetzte Stellen und sehen keinen Anlass, die Regelung erneut zu überprüfen. Der Deutsche Lehrerverband verteidigt den Beamtenstatus ebenfalls und argumentiert, dieser stärke die Bindung an die Verfassung angesichts wachsender extremistischer Bedrohungen.

Auf der KMK-Sitzung wird nun entschieden, ob der sächsische Reformvorschlag weiterverfolgt oder an den bestehenden Systemen festgehalten wird. Brandenburgs Position hängt von einer bundesweiten Einigung ab, während Berlin an der kürzlich wieder eingeführten Verbeamtung festhält. Das Ergebnis könnte die Einstellungspraxis und Finanzplanung an Schulen in ganz Deutschland nachhaltig prägen.

Quelle