03 May 2026, 10:18

USA ziehen 5.000 Soldaten aus Deutschland ab – Europa vor Sicherheitswende

Eingang zum US-Strategischen Luftstreitkräfte-Hauptquartier in Europa mit einer amerikanischen Flagge, Text und Logos an der Wand, Bänken, einer Tafel, Fotorahmen, beleuchteter Decke und einer Tür im Hintergrund.

USA ziehen 5.000 Soldaten aus Deutschland ab – Europa vor Sicherheitswende

Die USA haben Pläne bekannt gegeben, 5.000 Soldaten von Militärstützpunkten in Deutschland abzuziehen. Der Schritt erfolgt zu einer Zeit steigender Spannungen um die Sicherheitsverantwortung in Europa. Deutsche Regierungsvertreter reagierten mit einer Mischung aus Kritik und Forderungen nach größerer Eigenständigkeit.

Der Abzug soll in den kommenden sechs bis zwölf Monaten stattfinden. Derzeit sind rund 38.000 US-Soldatinnen und -Soldaten in Deutschland stationiert, darunter wichtige Kommandostäbe für Europa und Afrika. NATO-Vertreter stimmen sich nun mit Washington ab, um die Details zu finalisieren.

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius bezeichnete die Entscheidung als „nicht überraschend“. Er betonte, Europa müsse mehr Verantwortung für die eigene Sicherheit übernehmen. Gleichzeitig räumte er ein, dass die Präsenz US-amerikanischer Truppen im Interesse beider Nationen bleibe.

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Bundeskanzler Friedrich Merz kritisierte die USA für ihr Vorgehen im Konflikt mit dem Iran und bezeichnete den Ansatz als „strategielos“. Daraufhin forderte US-Präsident Donald Trump Merz auf, sich stattdessen auf die Lösung des anhaltenden Russland-Ukraine-Kriegs zu konzentrieren.

Deutschland hat zudem Pläne bekannt gegeben, die Bundeswehr auszubauen. Die Truppe soll in den kommenden Jahren von 185.000 auf 260.000 Soldatinnen und Soldaten wachsen.

Der Truppenabzug markiert eine Wende in den transatlantischen Verteidigungsbeziehungen. Die Aufrüstung Deutschlands deutet auf ein Streben nach größerer Unabhängigkeit hin. Unterdessen führt die NATO weiterhin Gespräche, um ihre strategische Präsenz in Europa anzupassen.

Quelle