Trigema-Erbin Bonita Grupp lehnt 1.000-Euro-Bonus für Arbeitnehmer ab
Maximilian SchönlandTrigema-Erbin Bonita Grupp lehnt 1.000-Euro-Bonus für Arbeitnehmer ab
Bonita Grupp, Erbin des Modeimperiums Trigema, hat sich gegen den geplanten steuerfreien Bonus von 1.000 Euro für Arbeitnehmer ausgesprochen, den die Regierung eingeführt hat. Obwohl ihr Unternehmen noch nicht entschieden hat, ob es die Zahlung anbietet, kritisierte sie Politiker dafür, mit öffentlichen Geldern falsche Hoffnungen zu wecken.
Grupp argumentiert, der Bonus schaffe unrealistische Erwartungen. Sie bezeichnete die Maßnahme als „Geld anderer Leute“, das Politiker ohne klare Vorteile verteilten. Ihre Bedenken erstrecken sich auch auf die allgemeinen Arbeitskosten: Steigende Lohnnebenkosten könnten Unternehmen bald überfordern, warnt sie.
In Steuersachen zeigt sie sich hingegen etwas kompromissbereit. Eine moderate Erhöhung des Spitzensteuersatzes wäre ihrer Meinung nach vertretbar – allerdings nur, wenn sie durch Entlastungen an anderer Stelle ausgeglichen werde. Trigema selbst hat noch nicht entschieden, ob das Unternehmen den 1.000-Euro-Bonus an die eigenen Mitarbeiter auszahlen wird.
Die Äußerungen der Modeerbin unterstreichen die Spannungen zwischen Arbeitskosten und staatlichen Anreizen. Die endgültige Entscheidung Trigemas über den Bonus steht noch aus. Grupp besteht darauf, dass mögliche Steueränderungen mit Entlastungsmaßnahmen einhergehen müssen, um Arbeitgeber nicht zusätzlich zu belasten.






