27 March 2026, 10:22

Teilladungsverkehr in Deutschland: Kosten steigen trotz stagnierender Sendungsmengen 2025

Balkendiagramm mit der Aufschrift "Globaler Containerfrachtindex", das jühliche Containerfrachtmengen mit verschiedenen Balkenhöhen zeigt.

Teilladungsverkehr in Deutschland: Kosten steigen trotz stagnierender Sendungsmengen 2025

Kosten im deutschen Teilladungsverkehr steigen weiter – trotz stagnierender Sendungsmengen

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Ausgaben im deutschen Stückgut- und Sammelladungsverkehr (LTL) sind auch in der zweiten Jahreshälfte 2025 weiter gestiegen, obwohl das Sendungsaufkommen nahezu unverändert blieb. Wie aus dem aktuellen DSLV-Gruppenladungskostenindex hervorgeht, stiegen die Kosten bei einem nur leichten Rückgang der Transportaktivität. Branchenvertreter warnen, dass die Preisdruck weiter an die Kunden weitergegeben werden könnte.

Die Sendungsmengen in den LTL-Netzen sanken im Vergleich zum Vorjahr lediglich um 0,1 Prozent und zeigten damit kaum Bewegung. Trotz dieser Stabilität stiegen die prozessbezogenen Sendungskosten insgesamt um 3,4 Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2024. Haupttreiber war dabei der Personalkostenanteil, der 51 Prozent der Ausgaben ausmacht und um 3,7 Prozent zunahm – bedingt auch durch die Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns zum 1. Januar 2025.

Auch die Betriebskosten legten um 4,2 Prozent zu und machen nun 33 Prozent der Gesamtausgaben aus. Dieser Anstieg hing mit Investitionen in Automatisierung, alternative Antriebe und den Ausbau der Infrastruktur zusammen. Zwar stieg die Zahl der Umschlagterminals, doch sank dadurch die durchschnittliche Sendungsmenge pro Depot um 3,3 Prozent.

Während Maut- und Spritkosten weitgehend stabil blieben, stiegen die Kosten für Palettenhandling um 6,4 Prozent. Ein starker Preisanstieg bei Paletten um 21 Prozent trug maßgeblich zu diesem Anstieg bei. Der DSLV betonte, dass interne Effizienzmaßnahmen allein nicht ausreichen dürften, um die wachsenden Kosten aufzufangen.

Frank Huster, Hauptgeschäftsführer des DSLV, erklärte, dass künftige Kostenerhöhungen voraussichtlich an den Markt weitergegeben werden müssten. Da die Personal- und Betriebskosten schneller steigen als das Sendungsvolumen, bleibt die Branche unter Druck. Der nächste Gruppenladungskostenindex wird zeigen, ob sich diese Trends fortsetzen.

Quelle