06 May 2026, 10:21

Tausende fordern in Berlin verbindliche Rechte für Menschen mit Behinderungen

Eine große Gruppe von Menschen nimmt an einer Black-Lives-Matter-Demonstration in Berlin teil, einige halten Schilder und tragen Kappen und Taschen, mit einem Fahrrad im Vordergrund und Bäumen und einem Pfahl im Hintergrund.

Tausende fordern in Berlin verbindliche Rechte für Menschen mit Behinderungen

Hunderte Demonstranten füllten am Samstag die Straßen Berlins, um sich für stärkere Rechte von Menschen mit Behinderungen einzusetzen. Der Marsch fiel zusammen mit dem Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen und fand nur wenige Tage vor einer entscheidenden Abstimmung über Reformen in der Behindertenpolitik statt.

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Die Kundgebung begann am Brandenburger Tor und zog anschließend in Richtung Rotes Rathaus. Rund 1.000 Menschen nahmen teil, darunter Rollstuhlfahrer mit Plakaten wie „Teilhabe für alle garantieren“ und „Integration und Inklusion stärken“.

An der Organisation beteiligten sich zahlreiche Gruppen – von Wohlfahrtsverbänden bis hin zu Behindertenrechtskampagnen. Zu den geplanten Rednern zählten Berlins Sozialsenatorin Cansel Kiziltepe (SPD), Bundestagsvizpräsident Bodo Ramelow (Linke) sowie mehrere Abgeordnete.

Auf der Abschlusskundgebung kündigten die Veranstalter an, eine Petition einzureichen. Sie fordern rechtlich verbindliche Barrierefreiheitsregeln und kritisieren, dass der aktuelle Gesetzentwurf zu viele Spielräume für Unternehmen und Behörden lässt. Die erste Lesung des geplanten Behindertengleichstellungsgesetzes im Bundestag ist für Donnerstag angesetzt.

Die Demonstration unterstrich die anhaltenden Sorgen um Barrierefreiheit und Inklusion. Da der Bundestag in dieser Woche über die Reformen debattieren wird, hoffen die Organisatoren, dass der Protest die Abgeordneten zu strengeren, durchsetzbaren Standards bewegt. Ziel der Petition ist es, Teilhaberechte nicht länger als freiwillig, sondern als verbindlich zu verankern.

Quelle