29 April 2026, 16:32

Studierende entwerfen lebendiges Viertel aus altem Gefängnis Rennelberg

Offenes Buch mit einer detaillierten Zeichnung eines Gefängnisgebäudes mit einem großen Eingang und mehreren Fenstern, begleitet von beschreibendem Text.

Studierende entwerfen lebendiges Viertel aus altem Gefängnis Rennelberg

Studierende der TU Braunschweig haben frische Ideen für die Umgestaltung des ehemaligen Gefängnisses Rennelberg und seiner umliegenden Flächen präsentiert. Ihre Entwürfe skizzieren ein neues Stadtviertel, in dem alte Barrieren Platz für gemeinschaftlich nutzbare Räume machen. Die Vorschläge sind noch bis zum 20. Mai im historischen Rathaus zu sehen.

Das Projekt startete im Dezember 2018, als der Verwaltungsausschuss der Stadt Pläne billigte, eine Entwicklungsstrategie für das Gelände zu erarbeiten. Seitdem haben Studierende des Instituts für Städtebau und Entwurfsmethodik Möglichkeiten erkundet, das Areal neu zu nutzen.

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Den ersten Platz belegte das Konzept Von Mauern zu Gemeinschaft von Franziska Heininger und Johannes Quirin. Ihr Entwurf sieht einen großen zentralen Platz vor, eingerahmt von symmetrischen Wegen und gestaltet als kreativer Campus. Ziel ist es, aus dem ehemaligen Gefängnis ein offenes, einladendes Viertel zu machen.

Adriana Gens und Mareike Meier erreichten mit Gefängnis Rennelberg: Wenn Barrieren fallen den zweiten Platz. Ihr Design setzt auf die Überwindung der alten Teilung des Geländes durch großzügige Innenhöfe und einen "Klimawald"-Park entlang einer Hauptachse. Der Vorschlag verbindet Neubauten mit grünen öffentlichen Freiflächen.

Sarah Suttner López und Robert Sievert erhielten für Nachbarschaft statt Gefängnis den dritten Preis. Ihre Vision umfasst eine neue Straße namens Rennelbergtwete und einen Platz mit dem Namen Rennelbergplatz sowie eine Quartiersgalerie. Der Plan bewahrt große Teile der bestehenden Bausubstanz und fördert kleinteilige, gemeinwohlorientierte Entwicklungen.

Bevor die Arbeiten beginnen können, muss die Stadt jedoch zunächst den Verkauf des Gefängnisgeländes abschließen. Bis dahin übernimmt die ehemalige Anlage kurzzeitig eine neue Rolle als Festivalort. In diesem Sommer wird sie im Juni das Theaterformen-Festival ausrichten und damit einen kulturellen Vorgeschmack auf ihre mögliche Zukunft bieten.

Die studentischen Entwürfe bleiben vorerst theoretisch, da die Stadt auf das Ergebnis des Verkaufsverfahrens wartet. Sobald Entscheidungen gefallen sind, könnten die Pläne als Grundlage für ein gemischt genutztes Viertel dienen. Bis zum 20. Mai sind die Vorschläge im Foyer des zweiten Obergeschosses des Rathauses zu besichtigen.

Quelle