05 February 2026, 11:03

Spürhunde revolutionieren den Artenschutz in Deutschland mit ihrer Supernase

Zwei Hunde in einem Waldgebiet mit Bäumen im Hintergrund und Text am unteren Rand des Bildes.

Spürhunde revolutionieren den Artenschutz in Deutschland mit ihrer Supernase

Spürhunde sind längst nicht mehr nur bei der Polizei oder in Rettungseinsätzen im Einsatz. Die hochtrainierten Tiere helfen heute auch Wissenschaftlern und Naturschützern in Deutschland, seltene oder invasive Arten aufzuspüren. Ihr außergewöhnlich feiner Geruchssinn macht sie weit effizienter als herkömmliche Überwachungsmethoden – vorausgesetzt, die nötigen Genehmigungen, Teamarbeit und Studienkonzepte stimmen.

Eine der führenden Persönlichkeiten auf diesem Gebiet ist Dr. Annegret Grimm-Seyfarth, die Spürhunde in mehreren Artenschutzprojekten in Germany einsetzt. Ihre Arbeit hat sogar eine Citizen-Science-Initiative inspiriert, bei der Freiwillige mit ihren Haustieren nach gebietsfremden Arten in der Natur suchen können.

Die Nase eines Hundes ist um ein Vielfaches empfindlicher als die eines Menschen. Während der Mensch über eine Riechschleimhaut von nur 2,4 bis 3 Kubikmillimetern verfügt, besitzen Hunde eine Fläche von 1.100 bis 2.000 Kubikmillimetern. Diese außergewöhnliche Fähigkeit ermöglicht es ihnen, Arten zu lokalisieren, die sonst leicht übersehen würden.

In Germany sind die meisten Spürhunde – auch Artenspürhunde genannt – privat gehalten und arbeiten nebenberuflich. Svenja Kremling, die einzige Hundeführerin bei den Niedersächsischen Landesforsten, arbeitet mit der Hündin Tilda, die darauf trainiert ist, den invasiven Käfer Anoplophora aufzuspüren. Kremling kooperiert mit Grimm-Seyfarth, die eine Arbeitsgruppe für Naturschutzökologie leitet und ihre eigenen Hunde einsetzt, um Wildtierbestände für Managementprojekte zu kartieren.

Über individuelle Projekte hinaus vereint der Verein Wildlife Detection Dogs Expert:innen, um Wissen auszutauschen. Ihr Ziel ist es, Qualitätsstandards, Zertifizierungen und Best Practices für den Einsatz von Spürhunden im Naturschutz zu entwickeln. Gleichzeitig bildet Grimm-Seyfarths Unternehmen Monitoring-Dogs Hunde und Freiwillige aus, um nach versteckten Arten zu suchen und so die Reichweite dieser Bemühungen zu vergrößern.

Ein kürzlich veröffentlichtes digitales Kurzformat der NNA über Spürhunde im Artenschutz zog Hundertschaftliche Zuschauer aus Germany und dem Ausland an. Das große Interesse zeigt, wie sehr das Potenzial dieser Tiere anerkannt wird, die ökologische Überwachung zu revolutionieren – und dabei Zeit und Kosten im Vergleich zu herkömmlichen Methoden zu sparen.

Spürhunde beweisen ihren Wert im Naturschutz, sei es bei der Jagd nach invasiven Käfern oder der Kartierung bedrohten Wildlebens. Mit der richtigen Ausbildung, Genehmigungen und Koordination bieten sie eine schnellere und kostengünstigere Alternative zu klassischen Erhebungen. Während Initiativen wie der Verein Wildlife Detection Dogs wachsen, wird ihre Rolle beim Schutz der biologischen Vielfalt immer wichtiger.