23 March 2026, 22:26

SPD-Krise: Schröder-Köpf fordert Pistorius als Vizekanzler und Rehlinger als Chefin

Deutsches Propagandaplakat der NSDAP mit zwei Männern auf einem Sofa und Text zur Parteipropaganda.

SPD-Krise: Schröder-Köpf fordert Pistorius als Vizekanzler und Rehlinger als Chefin

SPD-Politikerin Doris Schröder-Köpf hat zwei weitreichende Änderungen in der Parteiführung vorgeschlagen. Sie regt an, dass Verteidigungsminister Boris Pistorius Lars Klingbeil als Vizekanzler ablösen soll. Zudem spricht sie sich für Anke Rehlinger als alleinige SPD-Vorsitzende aus – mit dem Argument, dass ihr ihre Distanz zur Bundespolitik zugutekommt.

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Ihre Äußerungen fallen in eine Phase sinkender Umfragewerte für die SPD, deren Zustimmung in aktuellen Erhebungen auf nur noch 14 bis 15 Prozent gefallen ist.

Schröder-Köpf betonte Pistorius' wachsende Beliebtheit als zentralen Grund für seine mögliche Beförderung. Seit 2023 liegt er in den INSA-Popularitätsrankings durchgehend an oder nahe der Spitze – und übertrifft damit andere SPD-Politiker sowie Bundesminister wie Cem Özdemir. Seine starke öffentliche Wahrnehmung steht im Kontrast zu den generellen Problemen der SPD, die in bundesweiten Umfragen mittlerweile hinter CDU/CSU und AfD liegt.

Für die SPD-Spitze favorisiert Schröder-Köpf Rehlinger, die amtierende Ministerpräsidentin des Saarlands. Sie argumentiert, dass Rehlingers Erfolge in der Landespolitik und ihre fehlende Einbindung in die Bundesregierung sie zu einer starken Kandidatin machen. Zudem plädiert Schröder-Köpf dafür, dass die Ministerpräsidenten Manuela Schwesig und Olaf Lies weiterhin einflussreiche Positionen in der Partei behalten.

Der ehemalige SPD-Landesvorsitzende Roger Lewentz unterstützt die Idee, Parteiführung und Regierungsämter zu trennen. Er ist überzeugt, dass die SPD sich auf Kernthemen wie soziale Gerechtigkeit konzentrieren muss, um ihr Image wieder aufzubauen. Seine Aussagen decken sich mit Schröder-Köpfs Forderung nach einer Parteivorsitzenden ohne Bindung an die Bundesregierung.

Die Vorschläge zielen darauf ab, die SPD-Führung angesichts der Umfragekrise zu stärken. Pistorius' Popularität und Rehlingers Erfahrung auf Landesebene könnten eine zentrale Rolle für die künftige Ausrichtung der Partei spielen. Die Debatte spiegelt die wachsenden Sorgen über die Position der SPD in der deutschen Politik wider.

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