14 April 2026, 06:21

Spahn fordert Abschaffung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel zur Inflationsbekämpfung

Eine Europakarte, die die EU-Mehrwertsteuersätze von 2014 in Prozent mit entsprechendem Text anzeigt.

Spahn fordert Abschaffung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel zur Inflationsbekämpfung

Jens Spahn, Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, hat vorgeschlagen, die Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel abzuschaffen, um die Inflationsbelastung zu verringern. Mit dem Vorstoß sollen einkommensschwache Haushalte entlastet werden, die einen großen Teil ihres Einkommens für den täglichen Lebensmitteleinkauf aufwenden. Spahn betonte zudem, dass umfassendere Reformen der Mehrwertsteuer nötig seien, statt sich auf Einzelmaßnahmen zu beschränken.

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In seiner Stellungnahme verwies Spahn darauf, dass Mieten bereits von der Mehrwertsteuer befreit seien, und regte an, diese Ausnahme auf essenzielle Lebensmittel auszuweiten. Eine solche Änderung würde seiner Meinung nach als sozialer Ausgleich wirken und die Kosten für diejenigen senken, die besonders unter den steigenden Preisen leiden. Der Vorschlag ist Teil einer breiteren Debatte über Anpassungen der Mehrwertsteuer, zu der auch eine mögliche Erhöhung des allgemeinen Steuersatzes gehört, um Haushaltslücken des Bundes zu schließen.

Spahn erkannte die Spannung zwischen wirtschaftlichen und politischen Argumenten an. Zwar könnte eine Erhöhung der Mehrwertsteuer die öffentlichen Finanzen stärken, doch stoße ein solcher Schritt aus politischen Gründen auf starken Widerstand. Die Koalition plant, die Vorschläge zunächst intern zu prüfen, bevor sie an die Öffentlichkeit geht.

Der ehemalige Gesundheitsminister unterstrich, dass eine Reform der Mehrwertsteuer nur als Gesamtpaket sinnvoll sei. Er warnte vor Stückwerk-Lösungen und betonte, dass ein ausgewogener Ansatz wirksamer sei, um die Inflation zu bekämpfen und benachteiligte Haushalte zu unterstützen.

Die Diskussion über die Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel wird nun in die Koalitionsgespräche übergehen. Sollte der Vorschlag angenommen werden, könnte er die Lebensmittelkosten für Millionen Haushalte senken und gleichzeitig die Steuerpolitik neu gestalten. Die endgültige Entscheidung wird davon abhängen, wie sich Haushaltsnotwendigkeiten und soziale Gerechtigkeit in Einklang bringen lassen.

Quelle