24 January 2026, 22:43

SouthLink-Stromtrasse erhält Genehmigung für letzten 68 Kilometer langen Abschnitt

Eine alte Postkarte, die einen belebten Dresdner Bahnhof mit Fahrzeugen, Menschen, Bäumen, Gebäuden und einem bewölkten Himmel zeigt, mit der Aufschrift "Dresden Hauptbahnhof" oben.

Suedlink: Letzte Sektion in Niedersachsen genehmigt - SouthLink-Stromtrasse erhält Genehmigung für letzten 68 Kilometer langen Abschnitt

Die letzte Teilstrecke der SouthLink-Stromtrasse in Niedersachsen hat die Genehmigung der Bundesnetzagentur erhalten. Die 68 Kilometer lange Leitung wird unterirdisch von Scheeßel bis in die Nähe von Neustadt am Rübenberge bei Hannover verlaufen. Das Projekt soll das deutsche Energienetz stärken, indem es Windkraft aus dem Norden mit Solarenergie aus dem Süden verbindet.

Der Netzbetreiber Tennet wird für den Bau des neu genehmigten Abschnitts verantwortlich sein. Das Unternehmen hat die Bauarbeiten in Scheeßel bereits so koordiniert, dass es zu keinen Überschneidungen mit dem Hurricane Festival kommt – so sollen Störungen der Veranstaltung vermieden werden.

Die Umsetzung des SouthLink-Projekts schreitet stetig voran: Für 14 der 15 Abschnitte liegen bereits die notwendigen Genehmigungen vor. Die letzte noch ausstehende Teilstrecke, eine 90 Kilometer lange Route zwischen Lehrte und Salzgitter-Oltenring, erhielt im Dezember 2024 grünes Licht und wird von Amprion gebaut. Nach der geplanten Fertigstellung Ende 2028 wird SouthLink eine Übertragungskapazität von etwa vier Kernkraftwerken erreichen – genug Strom für rund zehn Millionen Haushalte. Damit leistet das Vorhaben einen erheblichen Beitrag zur Stärkung der deutschen Energieinfrastruktur.

Die unterirdische Kabelverlegung verbessert die Fähigkeit Deutschlands, erneuerbare Energien zwischen den Regionen zu transportieren. Mit den meisten Genehmigungen in der Tasche und abgestimmten Bauzeitplänen, die Rücksicht auf lokale Veranstaltungen nehmen, bleibt das Projekt auf Kurs für die vollständige Inbetriebnahme bis 2028. Das erweiterte Netz wird eine Schlüsselrolle dabei spielen, die Energieversorgung zwischen Nord- und Süddeutschland auszugleichen.