SkF Braunschweig schließt nach 100 Jahren seine Beratungsstelle für Frauen und Familien
Margret auch SchlauchinSkF Braunschweig schließt nach 100 Jahren seine Beratungsstelle für Frauen und Familien
Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) in Braunschweig schließt nach über 100 Jahren Beratungsstelle
Ende des Monats wird der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) in Braunschweig seine Beratungsstelle nach mehr als einem Jahrhundert schließen müssen. Die Entscheidung fällt aufgrund finanzieller Schwierigkeiten, obwohl sich Mitarbeiterinnen und Ehrenamtliche mit großem Engagement eingesetzt haben. Allein im vergangenen Jahr wurden dort fast 330 Frauen und Familien betreut.
Mit der Schließung der Einrichtung endet auch das Angebot der Schwangerschafts- und Familienberatung. Zwei zentrale Projekte – „Elternpraxis mit Babysimulatoren“ und „Frühe Hilfen“ im Stadtteil Westlicher Ring – werden ebenfalls eingestellt. Die noch in einwandfreiem Zustand befindlichen Babysimulatoren könnten an andere zertifizierte Einrichtungen mit einem passenden Konzept übergeben werden.
Ab dem 1. Juli übernimmt der Caritasverband die Schwangerschaftsberatung am selben Standort in der Kasernenstraße 30. Karen Vogel, die scheidende Geschäftsführerin und langjährige Schwangerschaftsberaterin des SkF, wird in dieser Funktion in Teilzeit für Caritas weiterarbeiten. Für die übrigen Projekte konnten bisher jedoch keine Träger gefunden werden.
Der SkF dankte allen Spenderinnen, Spendern sowie regionalen Stiftungen für ihre Unterstützung, darunter der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz und der Stiftung Großes Waisenhaus. Im vergangenen Jahr hatten zudem 89 Familien an präventiven Programmen einer Eltern-Kind-Gruppe im Westlichen Ring teilgenommen.
Die Auflösung des Braunschweiger Standorts markiert das Ende einer Ära für den SkF. Während Caritas die Kontinuität in der Schwangerschaftsberatung sichert, bleibt die Zukunft der anderen Angebote ungewiss. Die Schließung unterstreicht die Herausforderungen, vor denen langjährig etablierte gemeinnützige Einrichtungen stehen – trotz starker lokaler Unterstützung.
