18 April 2026, 06:21

Sicherheitsgefühl vs. Realität: Warum wir uns oft täuschen – und wo die Gefahr wirklich lauert

Plakat mit der Aufschrift "Präsident Bidens Strategie zur Prävention von Waffengewalt" mit einer Stadtlandschaft im Hintergrund.

Sicherheitsgefühl vs. Realität: Warum wir uns oft täuschen – und wo die Gefahr wirklich lauert

Die öffentliche Wahrnehmung von Sicherheit steht oft im Widerspruch zu den Kriminalitätsstatistiken, wie aktuelle Erkenntnisse zeigen. Zwar fühlen sich über 90 Prozent der Menschen in ihren eigenen vier Wänden und im direkten Wohnumfeld sicher, doch steigen die Bedenken nachts und an bestimmten Orten deutlich an. Die Kluft zwischen Angst und Realität offenbart, wie Alter, Geschlecht und Lebensumfeld die Erfahrungen mit Kriminalität prägen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Straftaten sind in Städten nach wie vor häufiger, wo sich durch mehr Gelegenheiten für Delikte und schwächere Gemeinschaftsbindungen höhere Risiken ergeben. Fast drei von zehn Gewaltverbrechen im Jahr 2024 ereigneten sich in öffentlichen Räumen – ein Trend, der die urbane Problematik unterstreicht. Doch die sogenannten "Angsträume", in denen sich Menschen unsicher fühlen, decken sich nicht immer mit den tatsächlichen Kriminalitätsschwerpunkten.

Bahnhöfe bilden hier eine Ausnahme: Hier stimmen sowohl die Angst vor Kriminalität als auch die tatsächlichen Fallzahlen weitgehend überein. In den Statistiken dominieren junge Männer als Täter, während junge Menschen insgesamt – sowohl als Opfer als auch als Täter – überproportional betroffen sind. Zu den Risikofaktoren für Gewalt zählen häufig Missbrauchserfahrungen in der Kindheit sowie der Umgang mit abweichenden Peer-Gruppen.

Auch beim Sicherheitsempfinden zeigen sich deutliche geschlechtsspezifische Unterschiede. Frauen sind stärker von häuslicher Gewalt und sexualisierter Gewalt bedroht, während Männer häufiger in der Öffentlichkeit mit Gewalt konfrontiert werden. Trotz dieser Differenzen fühlt sich die große Mehrheit in den eigenen vier Wänden und im nahen Umfeld weiterhin gut geschützt.

Die Daten verdeutlichen eine Diskrepanz zwischen den Orten, an denen Straftaten tatsächlich begangen werden, und denen, an denen sich Menschen bedroht fühlen. Städtische Umgebungen und öffentliche Räume bei Nacht bleiben dabei sowohl reale als auch wahrgenommene Risikobrennpunkte. Die Politik steht nun vor der Herausforderung, diese Unterschiede zu berücksichtigen, um die Sicherheit für alle Bevölkerungsgruppen zu verbessern.

Quelle