Seth Meyers zwischen Wehmut und Rivalität im Late-Night-TV-Wandel
Maximilian SchönlandSeth Meyers zwischen Wehmut und Rivalität im Late-Night-TV-Wandel
Seth Meyers hat sich über seine zwiespältigen Gefühle angesichts der Veränderungen in der Late-Night-TV-Landschaft geäußert. Bei der Weltpremiere von Rafa – einer Netflix-Dokumentation über die Tennislegende Rafael Nadal – reflektierte er über den bevorstehenden Abschied von Stephen Colbert aus der Late Show. Die Umbrüche bei CBS hinterlassen bei Meyers sowohl Wehmut als auch Wettbewerbsgeist, besonders da sein eigener Schwager ebenfalls im Rennen um Auszeichnungen ist.
Für die Premiere von Rafa, die von Zach Heinzerling – dem Ehemann seiner Schwester – inszeniert wurde, reiste Meyers nach Madrid. Die Dokumentation, deren Veröffentlichung auf Netflix für den 29. Mai geplant ist, soll für die Emmys eingereicht werden. Scherzhaft gab Meyers zu, dass er Heinzerling den Rücken kehren würde, falls sie sich um denselben Preis streiten müssten.
Colberts letzte Folge der Late Show wird in der Nacht vor Meyers’ Interview ausgestrahlt. Der Moderator zeigte sich traurig darüber, dass Colbert die 23:35-Uhr-Sendezeit verlässt, die CBS inzwischen neu vergeben hat. Ab diesem Sommer übernimmt Byron Allens Comics Unleashed den Sendeplatz.
Unterdessen widmet sich Colbert bereits neuen Projekten. Gemeinsam mit anderen schreibt er derzeit das Drehbuch für den nächsten Herr der Ringe-Film, der vorläufig den Titel Der Herr der Ringe: Schatten der Vergangenheit trägt.
Die Umwälzungen im Late-Night-Bereich bescheren CBS ein frisches Programm, während Meyers zwischen persönlichem Stolz und beruflicher Rivalität balanciert. Rafa feiert noch diesen Monat Premiere auf Netflix, und Colberts nächstes Abenteuer führt ihn von Talkshows nach Mittelerde. Die Veränderungen markieren einen Wendepunkt – sowohl für das Late-Night-Fernsehen als auch für die Karrieren der Beteiligten.






