19 March 2026, 16:24

Serengeti-Park verklagt Logistiker wegen gescheitertem Airbus-Restaurantprojekt

Eine Monarch Airlines Airbus A320-200 auf der Rollbahn, umgeben von Gras und einem Zaun mit Pfählen und Brettern, mit Bäumen und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Serengeti-Park verklagt Logistiker wegen gescheitertem Airbus-Restaurantprojekt

Der Serengeti-Park in Hodenhagen geht rechtlich gegen ein Logistikunternehmen vor, das für ein gescheitertes Airbus-Transportprojekt verantwortlich sein soll. Der Parkbesitzer wirft dem Unternehmen vor, eine unvollständige Machbarkeitsstudie erstellt zu haben, die zu jahrelangen Verzögerungen und steigenden Kosten führte.

Im Mittelpunkt des Streits steht die Kurt Schumacher, ein ausgemusterter Airbus, der zu einem Restaurant mit 200 Plätzen umgebaut werden sollte. Rund 150 Gäste hätten im Inneren des Flugzeugs Platz finden sollen, die übrigen in angrenzenden Bereichen. Doch laut Park fehlen in der Studie des Logistikunternehmens entscheidende Details – insbesondere die Notwendigkeit Sondergenehmigungen für den Transport durch drei geschützte Landschaften zu beantragen.

Parkbesitzer Fabrizio Sepe erklärt, er hätte den Airbus niemals gekauft, wenn ihm das volle Ausmaß der Hindernisse bekannt gewesen wäre. Die Klage fordert nun 2,4 Millionen Euro Schadensersatz, um die vierjährige Verzögerung, Flughafenmieten und teure Gutachten abzudecken.

Das Logistikunternehmen weist die Vorwürfe als unbegründet zurück. In seiner Stellungnahme argumentiert es, die Studie habe lediglich die technische Machbarkeit geprüft, nicht jedoch regulatorische Hürden. Deutsche Medien berichteten zwischen 2023 und 2024 ausführlich über die Herausforderungen des Transports: die Größe des Flugzeugs, komplizierte Binnenwasserstraßen-Routen und die Koordination zwischen Bundes- und Landesbehörden.

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Entscheidend für den Prozess ist, ob das Logistikunternehmen die Genehmigungspflichten bereits in der ersten Bewertung hätte aufzeigen müssen. Falls das Gericht zugunsten des Parks entscheidet, würde die Entschädigung von 2,4 Millionen Euro Jahre unvorhergesehener Ausgaben decken. Bis dahin bleibt der Airbus am Boden – sein Umbau zum Restaurant steckt in rechtlichen und logistischen Schwierigkeiten fest.

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