12 June 2026, 22:20

"Sabotage": Wie unsichtbare Mächte unser Handeln steuern – eine Performance über Manipulation

"Eine Hierarchie der Manipulation"

"Sabotage": Wie unsichtbare Mächte unser Handeln steuern – eine Performance über Manipulation

Die Künstlerinnen Sara Angius und Johanna Ehlert haben eine neue Performance mit dem Titel „Sabotage“ entwickelt. Das Stück setzt sich mit den Themen Manipulation und Kontrolle auseinander und feiert seine Premiere im Rahmen des „Hammer!“-Festivals im ehemaligen LOT-Theater in Braunschweig.

Inspiriert ist die Inszenierung von Platons „Höhlengleichnis“. Angius sieht darin eine Möglichkeit, aufzuzeigen, wie unsichtbare Kräfte im Hintergrund die Fäden in der Gesellschaft ziehen. Als modernes Beispiel für solche Manipulationen nennt sie den „Like“-Mechanismus im Internet.

Auf der Bühne nutzen die Performenden Seile und Flaschenzüge, um Objekte, eine Puppe und einander zu steuern. Ein kurzer Moment der Vorstellung lädt das Publikum ein, symbolisch „die Fäden zu durchtrennen“ und über die eigene Handlungsfähigkeit nachzudenken. Angius selbst hinterfragt, ob der Mensch tatsächlich freie Entscheidungen trifft.

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Das LOT-Theater ist seit Langem ein zentraler Ort für unabhängige Künstler:innen in der Stadt. Seine Bedeutung bleibt unverändert hoch, da lokale Fördergelder für Künstler:innen von der Verfügbarkeit von Proberäumen und Aufführungsorten abhängen.

Mit „Sabotage“ will das Team das Bewusstsein für verborgene Einflüsse schärfen, die das menschliche Verhalten prägen. Die Zuschauer:innen werden aufgefordert, kritisch über Kontrolle und Autonomie nachzudenken. Die Produktion ist Teil des kulturellen Angebots der Stadt – in einer Zeit, in der die Förderbedingungen weiterhin streng sind.

Quelle