09 June 2026, 22:23

Rhein-Vertiefung bei Rheinfelden spaltet Behörden, Firmen und Anwohner

Rheinfelden 20plus: Ab dem 1. Juli werden Einwände & Umweltfragen in Grenzach-Wyhlen diskutiert

Rhein-Vertiefung bei Rheinfelden spaltet Behörden, Firmen und Anwohner

Pläne zur Vertiefung des Rheins bei Rheinfelden haben Diskussionen unter lokalen Behörden, Unternehmen und Anwohnern ausgelöst. Das von naturenergie hochrhein AG geleitete Projekt zielt darauf ab, die Stromerzeugung zu steigern, indem das Flussbett oberhalb und unterhalb des Rheinfelder Wasserkraftwerks umgestaltet wird. Öffentliche Anhörungen zur Vorlage finden Anfang Juli 2026 statt.

Im Rahmen der Initiative „Rheinfelden 20plus“ sollen an zwei Stellen entlang des Flusses etwa 35.000 Kubikmeter Gestein ausgehoben werden. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich rund zweieinhalb Jahre dauern. Um das abgetragene Material zu bewältigen, werden auf der deutschen Rheinseite zwei temporäre Anlegestellen eingerichtet, von denen aus Lkw den Aushub abtransportieren können.

Umweltfragen werden einen zentralen Punkt der Debatte bilden. Bedenken gelten möglichen Auswirkungen auf das Ökosystem des Oberrheins sowie den vorgeschlagenen Maßnahmen, um eventuelle Schäden an den Wasserwegen auszugleichen. In den Anhörungen werden zudem Eingaben und Einwände von Gemeinden, Firmen und Privatpersonen behandelt.

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Die öffentlichen Sitzungen sind für Mittwoch, den 1. Juli, und Donnerstag, den 2. Juli 2026, im Haus der Begegnung in Grenzach-Wyhlen angesetzt, Beginn ist jeweils um 10 Uhr. Die Teilnahme hängt jedoch von der Zustimmung der direkt am Planungsprozess Beteiligten ab.

Das Ergebnis der Anhörungen könnte die Zukunft des Rheinbetts und der regionalen Energieerzeugung prägen. Bei einer Genehmigung würden die Vertiefungsarbeiten eine deutliche Veränderung des lokalen Rheinabschnitts bedeuten. Entscheidungen zu Umweltschutzmaßnahmen und logistischen Arrangements werden im Anschluss an die Diskussionen getroffen.

Quelle