30 June 2026, 00:16

Revolutionäre Strömungsturbine "Energyfish" startet im Rhein bei Sankt Goar

Energyminer's River Turbines Exist. The Cheap Baseload Claim Needs Operating Data.

Revolutionäre Strömungsturbine "Energyfish" startet im Rhein bei Sankt Goar

Eine neue Art von schwimmender Strömungsturbine sorgt in der erneuerbaren Energiebranche für Aufsehen. Die Energyfish des Unternehmens Energyminer ist ein kompaktes, leichtes Gerät, das speziell entwickelt wurde, um die Kraft von Flussströmungen zu nutzen. Der erste groß angelegte „Schwarm“ dieser Anlagen wird nun am Rhein bei Sankt Goar installiert.

Jede Energyfish-Einheit misst 2,8 Meter in der Länge, 2,4 Meter in der Breite und 1,4 Meter in der Höhe. Mit einem Gewicht von etwa 80 Kilogramm kann sie bis zu 6 Kilowatt Leistung erzeugen. Laut Energyminer produziert eine einzelne Einheit jährlich rund 15 Megawattstunden, während ein Schwarm von 100 Geräten etwa 1,5 Gigawattstunden pro Jahr liefern könnte – genug, um rund 470 Haushalte mit Strom zu versorgen.

Die Anlage wird im Fluss verankert und leitet den erzeugten Strom über ein Kabel ans Ufer. Die Installation geht schnell vonstatten: Zehn Einheiten können innerhalb von etwa drei Tagen nach Genehmigung einsatzbereit gemacht werden. Beton oder schwere Bauarbeiten sind nicht erforderlich.

Energyminer wirbt damit, dass die Technologie rund um die Uhr Strom erzeugt, bei jedem Wetter funktioniert, hochwasserresistent ist, Fische nicht gefährdet und nur minimalen Wartungsaufwand erfordert. Die gestützten Stromgestehungskosten liegen dem Unternehmen zufolge bei etwa 8 Cent pro Kilowattstunde, bei einer durchschnittlichen jährlichen Rendite von mindestens 8 Prozent über 20 Jahre. Allerdings können saisonale Schwankungen der Flüsse, Treibgut oder Niedrigwasser die Leistung beeinträchtigen.

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Das Projekt in Sankt Goar wird 124 Einheiten umfassen und damit die erste Schwarm-Kraftwerksanlage dieser Art in diesem Maßstab bilden. Dennoch bleibt die Gesamtkapazität bescheiden und liegt im Bereich weniger hundert Kilowatt statt im zweistelligen Megawattbereich.

Das Energyfish-System könnte besonders für abgelegene, dieselabhängige Gemeinden in der Nähe starker Flussströmungen interessant sein. In netzgebundenen Regionen muss es sich hingegen gegen andere saubere Energiealternativen behaupten. Dank ihrer Zuverlässigkeit und geringen Umweltbelastung könnte die Technologie jedoch an den richtigen Standorten überzeugen.

Quelle