26 June 2026, 14:15

Rentendreform 2025: Höheres Eintrittsalter und strengere Regeln für alle

Rentenreform und Lebensarbeitszeit

Rentendreform 2025: Höheres Eintrittsalter und strengere Regeln für alle

Die deutsche Bundesregierung treibt die von der Rentenkommission vorgeschlagenen Rentendreformen voran. Die Änderungen werden das Renteneintrittsalter und die Voraussetzungen für den vorzeitigen Ruhestand bundesweit beeinflussen.

Nach der aktuellen Regelung können alle Arbeitnehmer in Deutschland mit 67 Jahren in Rente gehen. Die Rentenkommission empfiehlt nun, die Möglichkeit einer abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren abzuschaffen. Bundeskanzler Friedrich Merz unterstützt dies mit der Begründung, dass Personen, die später ins Berufsleben einsteigen, weniger eingezahlt hätten als jene, die bereits mit 16 beginnen und 45 Jahre durchgehend arbeiten.

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Das Renteneintrittsalter soll schrittweise steigen und bis 2041 auf 67,5 Jahre sowie bis 2051 auf 68 Jahre anwachsen. Die Kommission lehnte es ab, das Renteneintrittsalter an die Beitragsjahre zu koppeln – obwohl dies als gerechteres System angesehen wird. Nach der Reform müssen alle länger arbeiten, besonders betroffen sind dabei Menschen ohne Hochschulabschluss.

Arbeitnehmer in körperlich anstrengenden Berufen könnten Schwierigkeiten haben, das neue Renteneintrittsalter zu erreichen. Die Kommission schlägt vor, eine „individuelle Gesundheitsbewertung“ einzuführen, um in solchen Fällen einen vorzeitigen Ruhestand zu ermöglichen. Akademiker, die in der Regel mehr verdienen und länger leben, werden im Vergleich zu Geringqualifizierten über mehr Jahre hinweg höhere Renten beziehen.

Die Reformen bedeuten für die meisten Arbeitnehmer ein längeres Berufsleben. Beschäftigte in körperlich belastenden Tätigkeiten könnten aufgrund von Gesundheitsprüfungen früher in Rente gehen. Besserverdiener wie Akademiker werden ihre Rente länger beziehen als Menschen mit niedrigerer Qualifikation.

Quelle