Rehkitz-Rettung eskaliert: Polizei schlichtet Nachbarschaftsstreit in Niedersachsen
Elsa JunckRehkitz-Rettung eskaliert: Polizei schlichtet Nachbarschaftsstreit in Niedersachsen
Ein Streit um ein junges Rehkitz hat in Niedersachsen die Polizei auf den Plan gerufen. Der Vorfall begann, als ein 24-jähriger Mann aus Bockhorn im Wald bei Varel auf das Tier stieß. Was als Rettungsaktion begann, entwickelte sich bald zu einem Nachbarschaftskonflikt.
Zunächst nahm der Mann das Kitz mit nach Hause, um es zu versorgen. Später übergab er es einem in der Nähe wohnenden Ehepaar, da er glaubte, dort sei es besser aufgehoben. Tage später änderte er jedoch seine Meinung und forderte das Tier zurück.
Das Paar weigerte sich, das Rehkitz herauszugeben, woraufhin der Mann die Polizei alarmierte. Beamte schalteten sich ein, um den Streit beizulegen. Schließlich entschieden die Behörden, das Tier in eine Wildtierauffangstation zu bringen, wo es fachgerecht versorgt wird.
Mittlerweile ermittelt die Polizei wegen eines möglichen Verstoßes gegen Jagdgesetze. Gleichzeitig wies sie die Bevölkerung darauf hin, sich nicht einfach junger Wildtiere im Wald zu nähern. Sollte ein Tier verletzt oder in Not erscheinen, sollten Wanderer stattdessen die Polizei oder den örtlichen Jagdpächter kontaktieren – und nicht selbst eingreifen.
Das Rehkitz wird nun in einer Auffangstation professionell betreut. Die Behörden prüfen weiterhin, ob während des Vorfalls gegen Artenschutzbestimmungen verstoßen wurde. Nähere Details zur Ermittlung wurden bisher nicht bekannt gegeben.






