Publicis Media dominiert 2025 den deutschen Werbemarkt mit Rekorddeals
Elsa JunckPublicis Media dominiert 2025 den deutschen Werbemarkt mit Rekorddeals
Deutschlands Werbemarkt erlebte 2025 tiefgreifende Verschiebungen, da große Medienholdinggruppen die Ausgaben dominierten. Die Analyseplattform COMvergence verzeichnete 219 Kontenwechsel und -verlängerungen im Volumen von 2,738 Milliarden US-Dollar – mit klaren Gewinnern und Verlierern. Publicis Media führte die Rangliste an, während unabhängige Agenturen einen kleineren, aber stabilen Marktanteil hielten.
Publicis Media sicherte sich mit 23 Neugeschäften im Wert von 819 Millionen US-Dollar den Spitzenplatz unter den Holdinggruppen. Zu den wichtigsten Kunden zählten Aldi, Dr. Oetker, Mars und Paramount Global. Die zur Gruppe gehörende Agentur Starcom führte die Einzelwertung an – getrieben durch Erfolge wie die Gewinne von Mars, Dr. Oetker und Reckitt.
Die ebenfalls zu Publicis gehörende Agentur Zenith belegte nach dem Zuschlag für das große Aldi-Konto den zweiten Platz. Initiative, mittlerweile Teil des IPG-Netzwerks von Omnicom, folgte auf Rang drei der Einzelagenturen.
Unter den unabhängigen Agenturen sicherte sich Mediaplus – Deutschlands größte unabhängige Medienagentur – mit 161 Millionen US-Dollar Neugeschäft und einer Retentionsquote von 48 Prozent den zweiten Platz. Mediaplus, Pilot und JOM verzeichneten das stärkste Wachstum in diesem Segment. Insgesamt entfielen 13 Prozent des Gesamtvolumens von 2,738 Milliarden US-Dollar auf unabhängige Agenturen – ein bescheidener, aber konstanter Anteil im Vergleich zu den Vorjahren.
Unterdessen verzeichnete WPP einen Budgetrückgang von 27 Prozent, während Dentsu mit elf Neukunden und elf Verlusten auf Rang drei der Holdinggruppen landete. Trotz wirtschaftlicher Herausforderungen wuchs der deutsche Werbemarkt 2024 um 2,2 Prozent auf 49,87 Milliarden Euro.
Die Vorherrschaft von Publicis Media 2025 unterstreicht die Stärke der großen Holdinggruppen in der deutschen Medienlandschaft. Unabhängige Agenturen behaupteten zwar ihre Position, blieben aber mit begrenztem Marktanteil. Die Daten spiegeln eine fortschreitende Konsolidierung wider – die Kundenbindung erreichte dabei den niedrigsten Stand seit acht Jahren.






