PETA fordert Stopp der Jagd: Warum Millionen Tiere jährlich sterben müssen
Maximilian SchönlandPETA fordert Stopp der Jagd: Warum Millionen Tiere jährlich sterben müssen
Jedes Jahr werden in Deutschland von Freizeitjägern über fünf Millionen Wildtiere und schätzungsweise 200.000 Katzen erschossen. Die Tierrechtsorganisation PETA fordert nun ein Ende dieser Praktiken und bezeichnet sie als unnötig und grausam. Die Organisation weist zudem auf das Leid hin, das durch das Angeln verursacht wird – Millionen von Fischen erleiden dabei jährlich Verletzungen und einen langsamen Tod.
PETA argumentiert, dass die Jagd soziale Strukturen von Tieren zerstört und oft zu erhöhten Fortpflanzungsraten bei den überlebenden Wildtieren führt. Laut der Organisation reguliert die Natur Populationen bereits auf natürliche Weise durch Wetter, Krankheiten und Nahrungsverfügbarkeit. Sprecher Peter Höffken betonte, dass weder Jagd noch Angeln ökologisch notwendig oder ethisch vertretbar seien.
Fische, so PETA, seien fühlende Wesen mit komplexen sozialen Verhaltensweisen. Sie könnten Schmerzen empfinden und sich sogar im Spiegel erkennen. Dennoch verletzten Angler jedes Jahr Millionen von ihnen, was zu langem Leiden und Erstickungstod führe.
Die Organisation hat mehrere Petitionen gestartet, um Veränderungen voranzutreiben. Dazu gehören Verbote von Trophäenjagd-Fotos im Internet, Einschränkungen der Drückjagd sowie ein Stopp der Hubertusmessen in Kirchen. Eine weitere Petition ruft zum Boykott von Regionen auf, in denen Wölfe massenhaft getötet werden.
PETA warnt Tierfreunde zudem davor, Jagd- und Angleveranstaltungen vollständig zu meiden. Die Organisation besteht darauf, dass beide Aktivitäten vermeidbares Leid verursachen, ohne einen echten Nutzen für Ökosysteme zu bringen.
Ziel der Kampagnen ist es, die öffentliche Meinung zu ändern und Politiker unter Druck zu setzen, den Tierschutz zu reformieren. Noch erlauben bundesweite Vorschriften die Freizeitjagd, doch die Debatte über ihre Zukunft hält an. PETAs Petitionen bleiben zur Unterzeichnung offen, während die Organisation auf strengere gesetzliche Maßnahmen drängt.






