25 March 2026, 08:22

Pawels harter Weg: Wie ein belarussischer Koch in Deutschland um Chancen kämpft

Schwarzes und weißes Zeichnung von Hovegeismar, Deutschland, mit einer Stadtlandschaft und Bergen im Hintergrund, begleitet von Text.

Pawels harter Weg: Wie ein belarussischer Koch in Deutschland um Chancen kämpft

Pawel, ein 36-jähriger Koch aus Belarus, verließ seine Heimat auf der Suche nach neuen Chancen im Ausland. Seine Reise führte ihn über einen Lagerjob in Köln, eine kurzfristige Stelle in Hamburg und eine Reihe von Herausforderungen, mit denen viele belarussische Arbeitsmigranten in Deutschland konfrontiert sind.

Obwohl es keine genauen Zahlen gibt, wie viele Belarussen in Branchen wie Logistik oder Bau tätig sind, zeigen allgemeine Migrationsströme die Schwierigkeiten auf, mit denen sie zu kämpfen haben – von Visumverzögerungen bis hin zu ungleicher Bezahlung.

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Pawels erste Anstellung in Deutschland vermittelte ihm eine Instagram-Anzeige für ein Lager in der Nähe von Köln. Er verdiente zwischen 1.100 und 1.300 Euro im Monat, bemerkte aber bald eine Ungerechtigkeit: türkische Kollegen, die dieselbe Arbeit verrichteten, erhielten einen höheren Lohn. Schon nach einer Woche beschlossen er und ein Freund, den Job zu kündigen.

Sie reisten weiter nach Hamburg, wo sie als Hilfsarbeiter unterkamen. Anfangs verdiente Pawel sieben Euro pro Stunde, später stieg der Lohn auf acht Euro. Die Lebensbedingungen waren hart – sie wohnten in einem Hostel, das mit leeren Bierflaschen übersät war und in dem stark getrunken wurde. Die Arbeit endete, als das Bauprojekt abgeschlossen war und sein Visum ablief.

Pawels Motive für die Ausreise waren nicht rein finanzieller Natur. Er suchte nach neuen Erfahrungen und schickte einen Teil seines Verdienstes an seine Familie, um mit ihr zu feiern. Seine Geschichte spiegelt die übergeordneten Probleme wider, mit denen belarussische Arbeitskräfte in Deutschland konfrontiert sind – darunter Visumbearbeitungszeiten von sechs bis zwölf Wochen sowie riskante Migrationsrouten über Belarus und Polen.

Stand März 2026 bleibt der Druck an den Grenzen hoch, viele versuchen weiterhin, auf irregulärem Weg einzureisen. Zwar beschäftigt Deutschland rund 451.000 ausländische Arbeitskräfte mit gültigen Papieren, doch spezifische Daten zu Belarussen in Logistik oder Bau fehlen – ihre Kämpfe bleiben damit weitgehend undokumentiert.

Pawels Erlebnisse verdeutlichen die Lücken im deutschen Arbeitsmigrationssystem. Visumverzögerungen, Lohnungleichheiten und prekäre Wohnverhältnisse prägen den Alltag vieler belarussischer Arbeitsmigranten. Ohne detaillierte Aufzeichnungen bleiben ihre Leistungen – und ihre Schwierigkeiten – nur schwer nachvollziehbar.

Quelle