Ökonom Südekum warnt vor Folgen explodierender Energiekosten für Haushalte und Wirtschaft
Janos PieperÖkonom Südekum warnt vor Folgen explodierender Energiekosten für Haushalte und Wirtschaft
Jens Südekum, ein führender Wirtschaftswissenschaftler und Berater von SPD-Finanzminister Lars Klingbeil, hat vor den wirtschaftlichen Folgen steigender Energiekosten gewarnt. Seine Äußerungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die Spritpreise an deutschen Tankstellen um etwa 20 Prozent gestiegen sind und die Haushaltsbudgets zusätzlich belasten.
Südekum bezeichnete das kürzlich beschlossene Entlastungspaket für Kraftstoffpreise als angemessen für die aktuelle Lage. Die Maßnahmen seien angesichts des deutlichen Anstiegs der Spritkosten verhältnismäßig, betonte er. Gleichzeitig machte er deutlich, dass die Regierung die Verbraucher nicht vor allen Preiserhöhungen vollständig abschirmen könne.
Zudem warnte er, dass höhere Energiekosten die Inflation anheizen und das Wirtschaftswachstum Deutschlands bremsen könnten. Sollte sich die Krise weiter verschärfen, schlage er vor, Deutschland könnte ein Modell nach dem Vorbild Luxemburgs zur Regulierung von Preiserhöhungen übernehmen. Konkrete weitere Schritte der Regierung für den Fall einer Verschlechterung der Lage wollte er jedoch nicht kommentieren.
Über den Kraftstoffbereich hinaus prognostizierte Südekum, dass steigende Energieausgaben voraussichtlich auch zu höheren Lebensmittelpreisen führen würden. Er mahnte, der Staat könne nicht als allumfassendes Auffangnetz für jede wirtschaftliche Schwankung fungieren.
Die Aussagen des Ökonomen unterstreichen die wachsende Belastung der Haushalte durch die steigenden Energiekosten. Zwar werden die aktuellen Entlastungsmaßnahmen als ausgewogen betrachtet, doch Südekum stellte klar, dass nicht alle Preiserhöhungen von der Regierung abgefedert werden können. Seine Warnungen deuten auf größere wirtschaftliche Risiken hin, sollte sich die Energiekrise weiter zuspitzen.






