NordLB feiert Rekordgewinn nach Rettung und setzt auf KI für die Zukunft
Elsa JunckNordLB-Chef: "Wir sind wieder eine ganz normale Bank" - NordLB feiert Rekordgewinn nach Rettung und setzt auf KI für die Zukunft
Norddeutsche Landesbank (NordLB) hat sich nach der Rettungsaktion 2019 finanziell kräftig erholt. Die Bank verzeichnete ihren höchsten Vorsteuergewinn seit einem Jahrzehnt – 475 Millionen Euro im Jahr 2025, was einem Anstieg von 36 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Nun setzt sie auf künstliche Intelligenz (KI), um die Effizienz weiter zu steigern und neue Kundenchancen zu erschließen.
Die Probleme der Bank begannen bereits vor 2019, als ein Rettungspaket in Höhe von 3,6 Milliarden Euro nötig war, um sie zu stabilisieren. Seither hat die NordLB ihre Kosten gesenkt, die IT-Infrastruktur modernisiert und ihre Bilanzsumme verringert. Diese Maßnahmen trugen dazu bei, dass der Vorsteuergewinn 2022 auf 475 Millionen Euro stieg – nach 350 Millionen Euro im Jahr 2021. Der Nettogewinn lag 2022 jedoch bei 506 Millionen Euro, rund 120 Millionen Euro weniger als im Vorjahr.
Bis 2025 hatte die Bank ihre Cost-Income-Ratio auf 55,2 Prozent gedrückt und das beste Finanzjahr seit Langem erreicht. Vorstandsvorsitzender Jörg Frischholz erklärte die Umbruchsphase für beendet und bezeichnete die NordLB als "völlig normale Bank". Trotz Herausforderungen wie Marktvolatilität und geopolitischen Spannungen prüft die Bank nun erstmals seit ihrer Rettung die Ausschüttung von Dividenden.
Um den Aufschwung zu festigen, investiert die NordLB stark in KI. Alle Mitarbeiter werden im Umgang mit der Technologie geschult, die die Effizienz steigern soll – ohne dass die Belegschaft aufgestockt wird. Ziel ist eine "moderate Verbesserung" des Vorsteuergewinns bis 2026, wobei KI eine Schlüsselrolle bei der Erschließung neuer Kundensegmente spielen soll.
Die Wende der NordLB seit 2019 ist geprägt von gestiegenen Gewinnen, Kostensenkungen und Modernisierung. Mit dem Fokus auf KI will die Bank ihre Erholung fortsetzen und gleichzeitig wirtschaftliche Unsicherheiten meistern. Als nächstes Ziel peilt sie eine weitere Gewinnsteigerung bis 2026 an – verbunden mit möglichen Dividenden für die Aktionäre.






