Niedersachsens Ministerpräsident fordert engere Zusammenarbeit zwischen VW und China
Janos PieperNiedersachsens Ministerpräsident fordert engere Zusammenarbeit zwischen VW und China
Olaf Lies, Ministerpräsident von Niedersachsen, hat eine engere Verzahnung zwischen den deutschen Volkswagen-Werken und der chinesischen Automobilproduktion gefordert. Während seines China-Besuchs stand die Vorstellung neuer Modelle und Partnerschaften in der Region im Mittelpunkt. Nun will er erkunden, wie diese Kooperationen Arbeitsplätze und die Produktion in Deutschland stärken könnten.
Bei seiner Reise beobachtete Lies die Aktivitäten von Volkswagen sowie aufstrebende Mobilitätsprojekte in China. Er betonte, dass einige Neuwagen speziell für den chinesischen Markt entwickelt wurden – oft in Zusammenarbeit mit lokalen Partnern.
Nach seiner Rückkehr unterstrich Lies die Notwendigkeit, dass Deutschland sich aktiver mit China austauscht. Statt Wettbewerb als Bedrohung zu betrachten, plädierte er für Kooperation und gemeinsamen Erfolg. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass chinesische Hersteller zunehmend auf den europäischen Markt drängen und damit den Druck auf heimische Produzenten erhöhen.
Als großer Volkswagen-Aktionär mit 20 Prozent der Stimmrechte verfügt Niedersachsen über erheblichen Einfluss. Lies regte an zu prüfen, ob in China entwickelte Fahrzeuge auch in den deutschen VW-Werken gefertigt werden könnten. Ein solcher Schritt, so seine Überzeugung, würde helfen, die Auslastung der Produktionskapazitäten zu sichern und Arbeitsplätze zu erhalten.
Zudem lobte er die Volkswagen-Belegschaft für ihren Einsatz bei der Sicherung der inländischen Standorte. Für die Zukunft schlug er vor, ähnliche Kooperationsmodelle auf ganz Europa auszuweiten, um das Zulieferernetzwerk des Konzerns und die deutschen Werke zu stärken.
Lies forderte die Bundesregierung auf, ihre China-Strategie zu überarbeiten. Im Fokus seiner Vorschläge stehen der Erhalt der Arbeitsplätze und Produktionslinien von Volkswagen in Deutschland. Die Debatte gewinnt an Brisanz, während chinesische Autobauer weiter auf dem europäischen Markt vorrücken.






